fullscreen: Statische oder dynamische Zinstheorie?

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dann zu dem Schluß kommen, daß, wenn der Dienst des Wartens 
ainfach in der Unterlassung einer an sich möglichen Konsumtion 
besteht — und eine andere Auslegung wird sich nach unseren 
obigen Erörterungen wohl kaum finden lassen — auch der 
Kreditnehmer, falls er das aufgenommene Darlehen produktiv 
verwendet, ein Zinseinkommen beziehen muß, d. h. der ur- 
sprüngliche Kapitalzins würde in diesem Falle höher als der 
Darlehenszins sein, was. offenbar unmöglich ist. 
Mit der Abstinenztheorie ist es also nichts. Die statische 
Betrachtungsweise lehrt uns, daß für das Wirtschaftssubjekt 
bei. der Bereitstellung von, Mitteln für zukünftige Bedürfnisse 
trotz der Existenz von Böhm-Bawerks erstem und zweitem 
Grunde kein Opfer entsteht. In der,Statik und damit auch in der 
Dynamik gibt es also für uns kein „Warten‘‘ als subjektives 
Phänomen, als ein Opfer, das die Wirtschaftssubjekte nur gegen 
ein gewisses Entgelt darbringen. Die Tatsache, daß zwischen 
der Aufwendung von originären Produktivleistungen und ihrer 
Genußreife in Statik und Dynamik eine Lücke besteht, daß 
also „Warten“ als objektive Erscheinung immer vorliegt, wird 
von unseren Ausführungen nicht getroffen. 
Betrachten wir nunmehr Schumpeters Einwände gegen- 
über der Abstinenztheorie, und untersuchen wir, ob sie — abge- 
sehen von dem Vorwurf der Doppelrechnung — mit den Argu- 
menten Böhm-Bawerks, die wir akzeptieren, übereinstimmen. 
Schumpeter äußert sich gegenüber dem Moment der Ab- 
stinenz, gegenüber dem Moment des Wartenmüssens in seiner 
Bedeutung für die Statik folgendermaßen: „Auch hier muß man 
die einmalige Beschaffung der Voraussetzungen einer Produktion 
von deren regelmäßiger Abwicklung unterscheiden. Was immer 
die Rolle der Abstinenz bei der ersteren sein mag ... . sicher 
gibt es bei letzterer nicht jedesmal wieder ein Wartenmüssen. 
Auf die regelmäßigen Erträge muß man einfach nicht „warten“, 
da man sie genau dann erhalten kann, wenn man sie überhaupt 
braucht. Man hat im normalen Kreislaufe der Wirtschaft nicht 
periodisch einer Versuchung. zur Augenblicksproduktion zu 
widerstehen, denn man würde mit dieser ganz unmittelbar 
schlechter fahren. Von Abstinenz im Sinne von Nichtkonsumtion 
der Ertragsquellen kann deshalb nicht die Rede sein, weil es unter 
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