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Anhang.
und liefert starke Überschüsse über den Eigenbedarf in vielen Zweigen
des Anbaus des kalten und des gemäßigten Höhengürtels: Weizen (Er-
zeugung 1924: 19.674t), Kartoffeln, Pulque (82.000 Faß 1928), Reis,
Kaffee, Zucker. Der Viehstand betrug 1924 62.101 Rinder, 7442 Pferde,
20.743 Maultiere, 46.437 Schweine, 135.395 Schafe und 98,826 Ziegen.
Die Industrie zeigt unter anderem Textilfabriken (3 Wolle, 50 Baum-
wolle, davon 39 tätig), außerdem Mühlen, Brauereien, Glaswerke, Onyx-
werkstätten, in Heimindustrie Matten,
Mehrere Bahnen erschließen das Land. Der Handel ist sehr rege.
Der Staat Quer6taro liegt im südlichen Hochland. Er hat 11.480 km®
mit (1921) 220.231 Einwohnern, 1918 pro km”. Das Staatsgebiet reicht
nur im Nordosten bis in das warme Land hinab. In der Haupt-
stadt Queretaro (80.000 Einwohner), in 20° 36’ n. Br., 1842 m ü. M., ist
die mittlere Jahrestemperatur 171° C (Mai 20:8, Dezember und Januar 18°5),
der Regenfall 430 mm (Juli 1026, März 27). Der Staat ist im Norden
gebirgig, im Süden mehr eben mit tiefgründigem Boden, Die Entwässe-
rung erfolgt größtenteils zum Atlantischen Ozean. Die Wälder bieten
Holz und Arzneipflanzen. Der Bergbau lieferte 1924 3 kgy Gold, 4287 kg
Silber und 572.599 kg Blei sowie Opale. ;
Das Privatland war 1910 in Händen von 650 Personen, während
984% der ländlichen Familienväter keinen Besitz hatten, Die Regierung
gewährte 3 (von den 7) Gemeinden Ejidos, Der Ackerbau liefert unter
anderem 12.364t Weizen (1924) und über 6000 Faß Pulque (19283). Der
Viehstand bestand 1924 aus 63.937 Rindern, 5416 Pferden, 3671 Maultieren,
9558 Schweinen, 36.396 Schafen und 42.400 Ziegen. Die Industrie weist
unter anderem Mühlen, 3 Baumwollspinnereien und -webereien (2 tätig)
und ein Schmelzwerk in Cadereyta auf (1924: 3 kg Gold, 4287 kg Silber
und 572.599 kg Blei). Der Staat wird von zwei Bahnen durchzogen.
Quintana Roo, Territorium, abgetrennt vom Staat Yucatän 1902,
nachdem die seit 1847 aufständischen Mayaindianer geschlagen waren.
Obwohl anfänglich starke Militärposten den Frieden sicherten, so hat
sich das Gebiet doch wenig entwickelt, da mit Zurückziehung der
meisten Posten die Indianer im größeren Teil desselben wieder das Über-
gewicht erhielten. So zählte das Territorium 1921 bei 50.137 km” Fläche
nur 10.966 Einwohner (022 auf den km?). Das ganze Gebiet ist tropisches
Tiefland (höchste Erhebungen höchstens 500 m). Der Regenfall, an
der Küste mäßig (Vigia Chico in 19° 46’ n. Br., 2m ü. M,: 944 mm,
November 165'9, April 19°0), nimmt aber, nach der Vegetation zu schließen,
landeinwärts im Süden stark zu; die Wärmeverhältnisse sind tropisch.
1910 gab es 27 Besitzer von Privatland, 986% der ländlichen Familien
waren besitzlos. Die wirtschaftlichen Verhältnisse sind ganz unentwickelt,
mit Ausnahme von Waldwertausnutzung, Über den — sicher ganz
geringen — Viehstand sind dem Statistischen Amt in Mexico keine An-
gaben zugegangen. Die kleine, 52km lange Schmalspurbahn, die den