Object : Preußisches Landbuch

Stiftung  für  ev.  Arme  der  Parochie  Sandberg  den  Ucberschuß,  welcher
nach  Verkeilung  der  Aktiv-Masse  an  die  Legatare  von  seinem  Kapital-Vermögen
  verbleiben  würde.
Keil-Gödersche  Stiftung,
in  Schweidnitz.  Von  dem  Goldarbcitcr  K.  W.  K  eil  1862  mit  800  Thlr.
begründet:  die  Zinsen  sind  (nach  dem  Tode  der  Nutzniesserin)  zu  10
gleichen  Theilen  jährlich  an  5  männliche  nnd  5  weibliche  verarmte,
würdige  nnd  unbescholtene  Personen,  welche  dem  Handwerker-Stande
und  der  christlichen  Kirche  angehören,  zu  vertheilen.
Kelchscher  Prämien  Fonds.
Von  dem  f  Oberlehrer  Kelch  bei  dem  Gymnasium  zu  Ratibor  gestiftet. ­
  Die  Zinsen  von  200  Thlr.  werden  alljährlich  zu  Weihnachten
an  einen  Primaner  und  einen  Ober-Sekundaner,  welche  die  beste  Preis-Arbeit
  geliefert  haben,  zu  gleichen  Theilen  vertheilt.
Kelch  scher  Stipendien  Fonds.
Von  dem  vorhin  gedachten  Kelch  gestiftet,  besteht  er  znr  Zeit  in
450  Thlr.  und  werden  die  Zinsen  so  lange  zum  Kapital  geschlagen,
bis  sie  20  Thlr.  jährlich  betragen.  Dann  sollen  sie  vom  Lehrerkollegium ­
  einem  Studirenden,  welcher  das  Gymnasium  in  Ratibor
besucht  hat,  ohne  Unterschied  der  Konfession  und  der  Fakultät  als
Stipendium  ans  3  Jahre  zugewendet  werden.
Johann  Tillinann  Kell  e  ter,
Fabrikant  zu  Aachen  (f  1835)  vermachte  dem  Maria-  und  Elisabeth-Hospital
  daselbst  jedem  zur  Hälfte,  20,000  Thlr.,  deren  Zinsen  zur
Bestreitung  der  Aufnahme  und  Pflege  einer  Anzahl  Kranken  verwendet
werden  sollen.  Zwei  Krankenbetten  muflen  zur  freien  Verpflegung  der
hinterlassenen  Kinder  des  Stifters  und  deren  Descendenten  bereit  sein.
Frau  Kellner,
Wittwe  des  Kaufmanns  Kellner,  geb.  Sadebcck  zu  Reichcnbach,
schenkte  der  dortigen  Armenkasse  500  Thlr.,  100  und  noch  100  Thlr.
mit  der  Bestimmung,  daß  die  jährlichen  Zinsen  von  500  Thlr.  an  10
verschämte  Arme  des  Orts  vertheilt,  die  Zinsen  von  dem  ersten  Hundert
zu  Weihnachten  an  Arme  ausgetheilt  und  von  den  Zinsen  der  letzten
Hundert  Brennmaterial  angekauft,  und  am  13.  Oktober  an  Arme
vertheilt  werden  sollen.  Sie  überwies  ferner  der  evangelischen  Kirche
300  Thlr.  und  200  Thlr.,  die  letzteren  mit  der  Bestimniung,  von  den
Zinsen  arme  Konfirmanden  mit  den  nöthigsten  Kleidungsstücken  zu  versehen. ­

Kendalscheö  Legat.
Die  Zinsen  von  300  Thlr.  werden  an  arme  Wittwen  und  Waisen
des  Orts  Emden,  Kreis  Neuhaldensleben,  vertheilt.
Joh  Fr.  v.  Kerssenbruch,
Landrath,  legirte  1718  1100  Thlr.  Gold  zu  einem  Stipendium  „für
einen  studioeus  theologiae  evang.  Konfession,  dessen  Eltern  und  An-
            
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