Full text : Preußisches Landbuch

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Kieslingsches  Vermächtniß.
Eine  Stiftung  für  arme  Bürger  der  Stadt  Damm  im  Reg.-Bezirk
Stettin.  Wird  vom  Magistrat  verwaltet.
Kinderbeschäftigungs-Anstalt  zu  Liegnitz.
Eine  städtische  Anstalt,  welche  die  Straßcnbettelei  der  Kinder  erfolgreich ­
  bekämpft  und  von  etwa  100  Kindern  besucht  wird,  die  gegen  Lohn
beschäftigt  werden,  auch  wohl  Essen  erhalten.  Ende  1864  war  ein
Kapital-Bermögen  von  3250  Thlr.  vorhanden.
Kinderbeschäftigungs-Berein  zu  Sommerfeld.
Derselbe  hat  mit  geringen  Kosten  so  günstige  Resultate  erzielt,  daß
die  Königliche  Regierung  zu  Potsdam  ihn  (1857)  zur  Nachahmung
empfahl.  Die  von  ihm  errichtete  Anstalt  hat  ein  eigenes  Haus,  das
in  zwei  Abtheilungen  Mädchen  und  Knaben  gesondert  enthält.
Kinderbcwahr-Anstalten  im  Regierungs  Bezirk  Aachen.
Dreizehn  derselben  werden  von  dem  „Aachener  Verein  zur  Beförderung
der  Arbeitsamkeit"  unterhalten  und  trägt  derselbe  außerdem  noch  zu
den  Kosten  von  7  andern  derartigen  Instituten  (wovon  4  in  Aachen)
bei.  1861  wurden  aus  den  Fonds  des  Vereins  im  Ganzen  7000  Thlr.
für  diesen  Zweck  verwendet.  Vgl.  Kleinkinder  rc.
■  Kinderbewahr-Anstalt  zu  Düren.
(Vereins-Vcrwahr-Schule)  eine  mit  dem  Aachener  Verein  zur  Beförderung ­
  der  Arbeitsamkeit  in  Verbindung  stehende  Anstalt,  in  welcher
die  kleinen  Kinder  der  arbeitenden  Klasse  während  der  Tagesstunden
untergebracht  werden.  Ein  Frauen-Vercin  unterstützt  die  aufgenommenen
Kinder  mit  Kleidungsstücken  und  Nahrungsmitteln.
Kinderbewahr  Aiistalk  der  Kindcrfreunde  zu  Elberfeld.
Sic  erhielt  namhafte  Zuwendungen  von  Wittwe  Eller  500,  Wittwe
Aders  geb.  Brink  100,  I.  W.  I.  Hauptmann  150  Thlr.
u.  s.  w.
Kinderbewahr-Anstalt  zu  Erfurt.
Eine  „Warte  und  Pflege-Anstalt",  die  durch  milde  Gaben  und  Vermächtnisse ­
  unterhalten  wird  und  1861  beschränkte  KorporationS-Rechte
erhielt.
Kinderbewahr-Anstalt  zu  Hechingen,
1839  durch  die  Fürstin  Eugenie  für  eheliche  Kinder  christlicher  Eltern
gestiftet  und  in  ihrem  am  15.  April  1847  errichteten  Testamente  mit
einer  jährlichen  Rente  von  2000  Gulden  ausgestattet,  so  wie  für  den
Fall  des  Bedürfnisses  einer  baulichen  Erweiterung  mit  dem  nöthigen
Baukapital  (6000  Gulden)  versehen.  Der  Stadtpfarrer  von  Hechingen
leitet  die  Verwaltung;  bei  der  Aufsicht  stehen  einige  Frauen  ihm  zur
Seite.
Kinderbewahr-Anstalt  zu  Magdeburg,
von  einem  Verein  von  Menschenfreunden  1838  mit  Hülfe  milder  Beiträge ­
  begründet;  sie  ist  durch  Schenkungen  und  Vermächtnisse  dahin
            
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