Full text : Wert und Kapitalprofit

umgekehrt wie die auf jedes Produkt verwendete Arbeitszeit. Wir
erhalten also folgende Formel:
Dr 2b
We Si
Das heißt, daß die statischen Preise der beliebig
reproduzierbaren Produkte sich verhalten wie die auf
sie von sämtlichen beteiligten Produzenten verwendete
Gesamtarbeitszeit. Und diese stellt hier, wo keine Rechtsmonopole
 einspielen, das Maß der natürlich gegebenen gesellschaftlichen
 Widerstände dar, bedingt natürlich durch die „relative
ökonomische Seltenheit“ der Naturgegenstände und gesellschaftlich
 durch den Stand der Technik.
III. Der Kapitalprofit.
Was wir bis jetzt als „Gewinn“ des Grenzproduzenten beliebig
reproduzierbarer Güter bezeichnet haben, stellt offenbar seinen
Arbeitslohn oder besser: den statischen Preis der von ihm dem
Erzeugnis einverleibten „zusätzlichen Arbeit“ (additional labour) dar.
Auch sie ist ein während der Produktion aufgewendetes Wertding,
und ihr Wert muß im Preise des Produktes Ersatz finden. Wir
dürfen uns daher der eleganten Formel Josef Schumpeters bedienen
und sagen mit ihm, daß der statische Preis der beliebig reproduzierbaren
 Güter dem Grenzproduzenten nur seine „Kosten“ vergütet;
darunter verstehen wir von jetzt an die Summe seiner „Selbstkosten‘“
an baren Auslagen plus dem statischen Preise seiner zusätzlichen
Arbeit. Darüber hinaus kann der Grenzproduzent beliebig‘ reproduzierbarer
 Güter nach unseren bisherigen Ergebnissen keinen
„Surplusgewinn“ am Preise seiner Produkte, und daher kein „Surpluseinkommen“
 erzielen.
Dieses Ergebnis scheint mit den Tatsachen in unlöslichem
Widerspruch zu stehen. Kein Zweifel, daß die kapitalistischen
Grenzproduzenten (also abgesehen von allen Inhabern eines Verkaufsmonopols
 und allen Begünstigten eines „Produktionsmonopols‘“, das
eine Differenzialrente abwirft) über ihre Selbstkosten und ihren
Unternehmerlohn für geleistete zusätzliche (in der Regel dank erworbener
 Qualifikation höher bewertete) Arbeit hinaus auch auf die
Dauer und im Durchschnitt einen Surplusgewinn erzielen, der im

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