Full text : Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde

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DEUTSCHLAND.  —  Sachsen-Weimar-Eisenach.

terkranichfeld,  den  grössten  Theil  des  kön.  sächs.  Neustädter-Kreises,
3  deutsche  Ordens-Commenden  u.  Bezirke  v.  Fulda  u.  Kurhessen.  —
Verfassung  v.  5.  Mai  181G;  revidirtes'Grundgesetz  v.  15.  Oct.  1850.
Finanzen.  Dreijährige  Budgets.  Etat  für  18G3—G5  :

Thlr.

Einnahme  l’()58,GGS
Davon  :
Kaniniergüter  .  .
Forsten.....
Activzinsen  .  .  .
Regalien  ....
Sporteln,  Strafen  etc.
Grundsteuer  .  .  .
Indirecte  Steuern
Einkommensteuer  .

138.000
290.000
108,483
31,220
139,035
108,2.50
445,115
250.000

Thlr.

Ausgabe  1’654,558
Darunter  :
Hof
Landtag  .  .  .
Für  Bundeszwecke
Staatsschuld  *)  .
Bauwesen  .  .  .
Verwaltung  .  .

Das  Budget  für  1857—59  war  :
Einnahme  1’550,827  Thlr.

Steuererhebung  u.  Ausfälle
Kosten  d.  indirect.  Auflagen
Pensionen
Militär
Gendarmerie  ....
Strafanstalten....
Gesundheitspflege  .  .
Kirchen  und  Schulen  .
Kunst  und  Wissenschaft
Universität  Jena  .  .  .

280,000
8,500
10,530
230,917
07,135
429,287
20,536
36,300
100,080
180,000
23,186
15,735
15,667
83,267
13,0S9
23,200

Ausgabe  1’544,239  -
Das  für  1860—62:
Einnahme  1*625,190  Thlr.
Ausgabe  1*624,852  -
Die  Finanzlage  hat  sich  seit  1854  sehr  gebessert;  damals  mussten
an  Einkommensteuer  14'/*  Pfennige  vom  Thlr,  bezahlt  werden,  jetzt  8
Pfng.  (Das  eingeschätzte  Gewerbeeinkommen  betrug  1858  4’GG2,949
Thlr.  Capital.)  —  Das  Verhältniss  der  Domänen  ist  auch  in  Weimar
nicht  geordnet.  Bis  1848  bezog  der  Grossherzog  den  Reinertrag  des
8.  g.  Kammervermögens.  Dann  ward  das  Letzte  als  Staatseigenthum
anerkannt  und  eine  Civilliste  von  250,000  Thlr.  festgesetzt,  vorbehaltl.
Erhöhung  auf  280,000  bei  verbesserter  Finanzlage.  Im  J.  1854  ward
die  Verabschiedung  von  1848  wieder  aufgehoben.  Die  Frage  über  das
Eigenthum  des  Kammervermögens  ist  wieder  unentschieden.  Die  Einkünfte ­
  fliessen  aber  in  die  Staatscasse,  aus  welcher  eine  s.  g.  Domänenrente ­
  von  280,000  Thlr.  an  den  Grossherzog  bezahlt  wird.  —  in
Folge  des  Wachsens  der  Einkünfte  wurden  auch  die  Beamtenbesoldungen
um  39,038  Thlr.  =  etwa  10%  erhöht.  (Der  Staatsminister  erhält  rtun
3500,  jeder  andere  Departements-Chef  2500  Thlr.)
Diebetrug  am  1.  Oct.  1  8G4  4’1  43,705Thlr.,  wovon  000,000
Papiergeld,  (Die  Schuld  der  Landschaft  war  1820  :  I  '990,21  0  ;  1847;
3’531,359  Thlr.  gewesen,  wozu  aber  noch  1’483,0G5  Kammerschuld
und  000,000  Cassaanweisungen  kamen;  1851  dagegen  0’491,802  Thlr.
Von  1850—02  wurden  2’010,000  Thlr.  Schulden  getilgt.)
Militär.  Conscription  ;  Stellvertretung  ;  0jährige  Dienstpflicht,  wovon
2  Jahre  in  der  Reserve.  Stand:  3085  M.  in  3  Bataill.  —  (1780  nur  80
Mann  Garde:  —  Rheinbundscontingent  800.)

")  Die  Regierung  hatte  36,000  Thlr.  mehr  postulirt.
            
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