a V. Die Wolframlagerstätten des Transbaikalgebietes 43
gängchen eın. Ein und derselbe Gang kann als Nebengestein
sowohl Aplit als auch normalen Granit führen. Die Greisen-
bildung hat beide Gesteine betroffen, so daß ein genetischer
Zusammenhang zwischen Erzgängen und Apliten unwahrscheinlich
erscheint. Vielleicht wird die hier beobachtete verstärkte Gang-
bildung durch die größere Klüftigkeit der betreffenden Gesteine
bedingt, was die russischen Geologen betonen.
Alle Gänge streichen 320—340° NW, bei steilem Einfallen
von 50°—70° NO. Eine Ausnahme bilden ein paar unbedeutende
Nebengängchen. Die Mächtigkeit schwankt zwischen 0,3 und
0,4 m. In einem einzigen Falle beträgt sie 1 m. Innerhalb der
Aplite zerteilen sich die sonst einheitlichen Gänge in mehrere
Nebengänge.
Über die Längenausdehnung der einzelnen Gänge liegen
keinerlei nähere Angaben vor. Angeblich soll die Maximallänge
500 m betragen.
Das Ganggestein besteht aus Quarz, dessen Kristalle eine
lagenförmige Anordnung zeigen. Bei der Verquarzung der Aplite
geht leicht die scharfe Grenze zwischen dem Gangquarz und
dem metasomatisch umgewandelten Nebengestein verloren, wobei
es zur Bildung einer scheinbaren Bänderung kommt.
An nichtmetallischen Nebenmineralien führen die Gänge
hellfarbigen ’Topas, gelblichen Beryll, Flußspat und weißen
Glimmer. Am häufigsten findet sich der kaum vom Quarz zu
unterscheidende Topas. Flußspat ist verbreitet, doch nirgends
gemein, wogegen der Beryll zurücktritt. Der helle Glimmer kommt
vereinzelt oder in Aggregaten vor. Auch kaolinartige Tüpfchen
sind in der Gangmasse enthalten. Sus@&inskij erwähnt noch
Aquamarin.
Der Wolframit ist allgemein verbreitet. In dem derben Gang-
gestein ist er regellos verteilt und bildet bis zu 3—4 cm große
Kristalle, während diese bei lagenförmiger Gangstruktur kleiner
und innerhalb einzelner Lagen angereichert sind. Gleichzeitig
ist damit eine Anhäufung von Topas und Beryll verbunden.
Von den übrigen Erzen verdient der bis zu 5—10 mm große
Kristalle bildende Molybdänglanz die meiste Beachtung. In
ansehnlicheren, beinahe vorherrschenden Mengen ist er nur selten
(z. B. in einem Gang des Antanberges II) beobachtet worden,