Full text: Die Lagerstätten von Wolfram, Zinn und Molybdän in Russland

54  Rußlands Wolframlagerstätten > 
diesem eine eigene gesonderte Unterabteilung einnimmt. Über- 
gänge beider Gangtypen sind unbekannt, abgesehen von verein- 
zelten Wolframeinsprenglingen in den Zinnerzgängen des Onon- 
gebietes und ganz unwesentlichen Zinnsteinfunden in den Wolfram- 
gruben des Serlovaja-Gora. Es scheint demnach schon innerhalb 
des erzbringenden Magmas eine reinliche Scheidung beider Metalle 
vor sich gegangen zu sein, im Gegensatz zu anderwärtigen ähn- 
lichen Vorkommen. 
Die Erze sind, wie wir schon sahen, an Gänge gebunden, die 
in den verschiedenen Granitmassiven oder in deren nächster 
Nähe in ihrer unmittelbaren Kontaktzone aufsetzen. Wenngleich 
die einzelnen Granitfundpunkte isolierten, durch Sediment- 
gesteine von einander getrennten Vorkommen angehören, kann 
doch kaum an einem einheitlichen „batholithischen‘“ Zusammen- 
hang des Ursprungsmagmas gezweifelt werden, dessen Kern 
von verschiedenartig zusammengesetzten und teilweise abge- 
tragenen sedimentären Mantelschichten zumeist verschleiert wird. 
Dieser Zusammenhang geht aus der gesetzmäßigen metallo- 
genetischen Anordnung der einzelnen Mineralkörper hervor, 
findet jedoch auch tektonisch in einer einheitlichen nordwestlichen 
Gesteinsklüftung seine Bestätigung. 
Die Form der Gänge wechselt. Sie füllen regelmäßige Gang- 
spalten oder bilden Linsen oder Stöcke. Für den Süden mit der 
Lagerstätte des Serlovaja-Gora ist der unregelmäßige Typus in 
Gestalt von gangartigen Linsen bezeichnend, wobei jedoch immer 
eine einheitliche Streichrichtung nach der Hauptklüftung in Er- 
scheinung tritt. Ähnlichen, wenngleich unregelmäßigeren Aufbau 
zeigt die ebenfalls im S gelegene Lagerstätte von Charanor, deren 
Erzführung an einzelne, durch ein feines gesetzloses Gangnetz 
verbundene Linsen oder Stöcke gebunden ist. Nordwärts nehmen 
die Gänge einen gesetzmäßigeren, regelmäßigeren Aufbau an, 
der im Kukulbei und Zinnsteingebiete des Onon noch gewisse 
Übergangstypen zeigt, im N jedoch, wie bei Bukuka und Belucha, 
vollkommen ausgeglichen erscheint und als Abweichungen nur 
Schwankungen der Gangmächtigkeit aufzuweisen hat. Ob die 
Gänge des nur dürftig bekannten Westflügels der Metallprovinz 
eine ähnliche gesetzmäßige Aufeinanderfolge aufzuweisen haben, 
entzieht sich bisher unserer Kenntnis.
	        
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