nn I. Die Zinnlagerstätten des Transbaikalgebietes 77
ohne für eıne pneumatolytische Entstehung. Der wirtschaftliche
Wert der Lagerstätte ist infolge ungenügender Schurfarbeiten
noch völlig ungeklärt.
Nicht ausgeschlossen erscheint, daß die weitere Umgebung
des letztgenannten Vorkommens Zinnstein birgt. Hierauf wären
die Granitvorkommen des benachbarten Gebietes zu untersuchen,
desgleichen das Massiv von Byrka Osinovaja. Auch die durch
die Intrusion veränderten Schiefer können wie am Pervonacal’ny
Priisk Zinnsteingänge einschließen.
3. Die Lagerstätte von Niznij-Saronaj.
Die Lagerstätte von NiZnij-Saronaj liegt (vgl. Karte Fig. 11)
östlich des gleichnamigen Dorfes im Oberlauf des Tales Mochovaja.
Innerhalb der dortigen dunklen kohligen Schiefer verläuft ein
330° NW streichender Granitgang mit einer ausgesprochenen
Turmalingreisenzone. Auch er schließt, ähnlich wie bei Malaja
Kulinda Quarzzwischengänge ein. Die Lagerstätte ist vollkommen
verfallen, ein regelrechter Abbau soll nie stattgefunden haben.
Der Zinnstein wurde nach älteren Angaben innerhalb des Granites
angetroffen. Tetjaev, der den Gang erneut besichtigt hat,
konnte keinerlei Anzeichen dieses Minerals entdecken, das an-
scheinend nur als unbedeutender Einsprengling beobachtet worden
ist. Die wirtschaftliche Bedeutung dieser Lagerstätte scheint
demnach zweifelhaft. Auch dieser Granitgang gehört vermutlich
einem Ausläufer des benachbarten, etwa 4—5 km entfernten
Massives von Byrka-Osinovaja an.
4. Die Lagerstätte an der Zavitaja.
Geologisch ähnliche Verhältnisse sollen an der gegen 110 km
nördlich der Hauptzinnlagerstätten des Onongebietes an dem
Bache Zavitaja und am linken Ufer des Baches Sljudjanka vor-
liegen. Ältere Angaben weisen auf dortige, allerdings wirtschaftlich
wertlose Zinnsteinfunde hin, die übrigens später bezweifelt worden
sind. Sollte sich auch nur das mineralogische Vorkommen be-
wahrheiten, so ergibt sich daraus eine beträchtliche Ausdehnung
der Zinnerzzone.