Object: Der Haushalt des Kaufmannsgehilfen

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nun aber die Kaufmannsgehilfen, wenn ihr Einkommen steigt? Welche 
Güter und Leistungen bevorzugen sie dann und welchen Verbraͤuch dehnen 
sie nicht weiter oder nur wenig mehr aus? Die typischen Veränderungen, 
die teilweise den Charakter von Gesetzmäßiakeiten tragen, wollen wir im 
folgenden darlegen. 
Zu diesem Zweck haben wir unsere 290 Kaufmannsgehilfenhaushalte in 
verschiedene Einkommensstufen eingeteilt. Die folgenden Betrachtungen 
werden im wesentlichen an drei Einkommensstufen — bis 3000, - M, 
3000, - bis 4000, - AM und über 400, — M — anknüpfen, da in 
diesen drei Gruppen, die je durch eine größere Anzahl Haushaltungs⸗ 
rechnungen besetzt sind, die Veränderungen besonders deutlich erkennbar 
werden. Nicht so klar treten die Verschiebungen zutage, wenn das Material 
in zehn Stufen — von 2400, — M bis über 8400, - AM Einkommen — 
geteilt ist, weil auf die einzelnen Stufen dann eine recht verschiedene Anzahl 
Haushaltungsrechnungen entfällt. Die Tabellen, welche die Verteilung der 
Einnahmen und Ausgaben in zehn Einkommensstufen enthalten, befinden 
sich im tabellarischen Anhang (Tabellen Ja und Ib) und sind vergleichsweise 
zu den folgenden Ausführungen heranzuziehen. 
Damit der hier zu beobachtende Einfluß sder verschiedenen 
Einkommenshöhe sich gut auswirken kann, müßten eigentlich alle 
diesen Einfluß möglicherweise durchkreuzenden Faktoren — verschiedene 
Ortsgröße und verschiedene Kopfzahl in den Familien — ausgeschaltet 
werden. Ein in früheren Erhebungen besonders störender Faktor — die 
verschiedene Bedürfnisverteilung verschiedener Berufsgruppen — ist bereits 
dadurch beseitigt, daß nur eine einzige Berufsgruppe — Kaufmannsgehilfen 
— untersucht worden ist. Der Einfluß der Größe des Wohnortes wurde 
jedoch nicht weiter ausgeschaltet, weil dann die Zahl der auf die einzelnen 
Ortsgrößen entfallenden Rechnungen zu stark herabgemindert worden wäre. 
In den jetzt in jeder Einkommensgruppe befindlichen Haushaltungsrechnungen 
sind alle Ortsgrößen vertreten, so daß ein ziemlich gleichartiges Mischungs⸗ 
verhältnis vorliegt. Um auch dem Einfluß der Familiengröße Rechnung zu 
tragen, haben wir in einer besonderen Tabelle die Umrechnung der Ein—⸗ 
nahmen und Ausgaben in drei verschiedenen Einkommensstufen auf eine 
Vollperson vorgenommen. Diese Tabelle des tabellarischen Anhanges 
ist bei den folgenden Ausführungen vergleichsweise heranzuziehen (Tabelle II). 
Zunächst sei die Veränderung der Hauptgruppender 
Ausgaben bei verschieden höbem Einkoͤmmen'an Hand 
der drei Einkommensstufen einer näheren Betrachtung unterzogen (Tab.S. 28). 
Es zeigt sich, daß die Summen sämtlicher Ausgabegruppen steigen. Der 
Grad der Steigerung ist jedoch verschieden. Von der ersten zur dritten Ein— 
kommensstufe steigt das MNahrungsbedürfnis etwaä 60v. H., das 
Kleidungsbedürfnis fast auf das 25 fache, die Miete noch 
nicht 100 v. H, Heizung und Beleuchtung um rund 50 v. H., 
Hauseinrichtung auf das Vierfache, die sonstigen Aus 
gaben — enthaltend die mannigfachen Kulturausgaben — auf mehr als 
das 252 fahe. Nahrung, Miete, Heizung und Ber— 
leuchtung steigen am wenigsten. Auch der über 3000, - M Einkommen 
verfügende Kaufmannsgehilfe munß diese Bedürfnisse vorweaq befriedigen.
	        
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