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wärtigen Stande der Wirtfehaft fich als befonders wichtig
ergebenden Q run( j^ zc ¿g,. Lohnpolitik
hier kurz darzulegen:
1. An die Spitze gehören mit ihren Löhnen wohl zweifellos
die eigentlichen gelernten Bergarbeiter unter
Tage. Das ift begründet in der Gefährlichkeit und Schwierig
keit ihrer Arbeit und in der Bedeutung, die diefe Arbeit für
die gefamte übrige Wirtfehaft hat. NurinAusnahme-
fällen dürften Löhne einzelner Arbeiterkategorien an die
Lohnfätze der genannten Bergarbeiter hcranreichen. Etwa
ganz befonders qualifizierte Arbeiter in der Metallinduftrie,
ferner Feuerarbeitcr, vielleicht auch gewiffe Saifonarbeiter
haben ein Recht auf ähnliche Löhne wie die Bergarbeiter.
2. Bei Fcftfetzung der Löhne mujz derwechfelnden
Kaufkraft des Lohnes, alfo den wefentlichcn Produk-
tionskoften der Arbeit, Rechnung getragen werden.
Das kann gcfchehcn dadurch, dafz in der gegenwärtigen Zeit
fchnellen Wcchfels der Lebenshaltungskosten die Lohn
abkommen kurzfriftig find und von langfriftigen Manteltarif.
Verträgen getrennt werden. Man kann auch die Möglichkeit
einer Änderung des Lohnes während der Dauer des Tarif.
Vertrages vorfehen. Dabei taucht neuerdings wiederum die
Frage der gleitenden Lohnfkala auf. Wenn auch
in anderm Sinne als ehedem in England. Damals war der
Mafzftab der für die hergeftellten gewerblichen Waren er-
zielte Preis, heute will man die Koften der Lebenshaltung
zum Mafzftab machen. So wertvoll an und für fich auch
die Feftftellung der Koften der Lebenshaltung ift, glaube
ich für meine Perfon doch den Standpunkt vertreten zu
follen, dajz von einer automatifchen Anpaffung der Löhne an
etwaige Indexziffern über die Koften der Lebenshaltung nicht