einem auch aus technischem Kapital bestehenden Gesamt-
kapital von 100 ein Produkt gewinnt, das dem früher mit
einem nur in Lohnkapital. investierten gleich großen Kapital
überproportional ist, kann man sich 3 Fälle vorstellen.
Der erste in Kapitel VII betrachtete ist der, daß die An-
wendung des technischen Kapitals und: die daraus entste-
hende Vermehrung der produzierten Quantität in einem der
Unternehmen stattfindet, das die Waren für die Kapitalisten-
klasse herstellt. Dann wird es ganz klar, daß das kollektive
Mehrprodukt um den ganzen höheren Betrag zunehmen
wird, der ihm durch die Differential-Produktion dieses Un-
ternehmens zuteil wird. Sobald die Einführung des techni-
schen Kapitals und die entsprechende Zunahme der produ-
zierten. Quantität auf alle Unternehmen, die Waren für den
Konsum der Kapitalistenklasse herstellen, ausgedehnt wer-
den, nimmt das kollektive Mehrprodukt natürlich in viel
größeren Proportionen zu.
Im zweiten Fall finden die oben erwähnten Vorgänge
anstatt in.den der Produktion der Profitwaren gewidmeten
Unternehmen in den der Produktion der Lohnwaren gewi1d-
meten statt. Bei dieser Annahme würde; das Mehrprodukt
nicht sofort zunehmen, aber es könnte unter bestimmten Um-
ständen späterhin auf indirektem Wege anwachsen.
Tatsächlich würde sich, wenn wir der Bequemlichkeit
halber die Löhne als konstant annehmen, eine übermäßige
Produktion an Lohnwaren für den neuen differentialen An-
teil ergeben. Eine bestimmte Anzahl der den entsprechenden
Industrien angehörigen Arbeiter und eine bestimmte Quote
der in ihnen investierten Kapitalien würde. dann verfügbar
werden und könnte in einer folgenden Periode der Neuord-
nung zur Gewinnung neuer Profitprodukte nutzbar gemacht
werden.
Das kollektive Mehrprodukt würde so infolge der Wir-
kungen der größeren Produktivität vermehrt werden, dıe das
technische Kapital in die Betriebe.zur Herstellung der Kon-
sumwaren der Arbeiterklasse verursacht hat.
Man könnte auch einen dritten, und letzten Fall von
Zwischencharakter annehmen, für den die ‚Produktion in
den Zweigen der Konsumwaren der einen und der andern
Klasse steigt. Es ist leicht einzusehen, daß bei dieser HyDo-
these das kollektive notwendige Produkt, aber auch das kol-
lektive Mehrprodukt vermehrt werden würde.
Für das uns gegenwärtig interessierende Problem ist
keiner der. drei. Fälle besonders vorzuziehen. Aber wir wer-
den in späteren Untersuchungen sehen, sobald wir uns mit
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