Full text : Bankbuchhaltung

Die Kontokorrentabteilung. 123
lichkeit, der durch die Dezentralisation erschwerten Kontrolle, der
Eingliederung von Kunden, deren Geschäft sich über mehrere
Branchen erstreckt, bestehen, ohne Schädigung der Gesamtorganisation
 zu überwinden sind. Immerhin wäre ein praktischer Versuch
 zu begrüßen, zumal für die Kapitaldisposition der Banken
aus den Betriebsergebnisssen der einzelnen Brancheabteilungen
wichtige Schlüsse gezogen werden können. Ansätze zu dieser Branchengliederung
 sind bereits hier und da vorhanden, insbesondere
werden Spezialkunden mit sehr regem Bantkverkehr häufig ausgegliedert.

7. Kontokorrentk ontrolle und Kontokorrenta
 b s ch lu ß.
Im Kontokorrent sind Fehler- und Fälschungsmöglichkeiten
außerordentlich zahlreich. Schlechte Schrift trägt die Schuld an
vielen Fehlern. Falsche Buchungen, Übertragsfehler, Additionsfehler,
 Verwechslung von Konten oder Kontenseiten, übersehen
oder mehrmaliges Buchen von Posten sind die häufigsten Fehlerarten.
 Kein Fehler darf unentdeckt bleiben. Als Fehlerssuchmethoden
 sind tägliches Ablesen der Einzelposten und tägliches Abstimmen
 der Kontensummen und Kontensalden im Gebrauch.
Das Ablesen (Kollationieren) als ausschließliche tägliche Kontrolle
 ist nur noch selten üblich:). Wo keine Kontrollkontokorrentbücher
 geführt werden, liest man die Primanoten mit dem Kontokorrent
 ab und vergleicht außerdem noch die Buchungen mit den
Briefkopien. Bestehen Kontrollbücher, so werden diese täglich mit
dem Hauptkontokorrent abgelesen. Die Übereinstimmung zwischen
beiden Büchern bietet größere Sicherheit, wenn die Eintragungen
nach verschiedenen Unterlagen erfolgen. (Hauptbuch nach der
Primanota, Kontrollbuch nach Belegen oder Kopien.) Diese selbstverständliche
 Regel wird leider noch nicht in allen Bankbetrieben
beachtet. Unterbleibt das tägliche Ablesen gelegentlich, so besteht
die Gefahr eines Anwachsens von nicht leicht überwindlichen Rückständen.
 dersi wird die pünktliche Monatsabstimmung in Frage
gestellt. Das Ablesen wird durch gewisse Hilfsmittel erleichtert.
(Einlegen von weißen Streifen bei den Konten, auf welchen während
 des Tages ein Umsatz stattfand, Anbringen von Kollationszeichen
 bei den Buchungsposten während des Ablesens, z. B. Einsetzen
 der Valuta oder der Nummer des Primanotabogens.)
!) Vgl. Schmalenbach, Die Fehlerkontrolle in der Buchführung.
3. f. h. F. Bd. IX. S. 196/245 und 261/311.
            
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