Object : Die Arbeiterfrage in der Südrussischen Landwirtschaft

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Tabelle  XXXVII)

Einnahmen  in  Rubel

Ausgaben  in  Rubel

Aus  dem  Ackerbau  .  .  .

336

Nahrung

172

Kleider  (auch  Schuhe  und

«  der  Viehzucht,  Molkerei,

Bettwäsche)  ....

111

Geflügel  und  Fischerei.

45

Wohnung

12

Wirtschaftliche  (für  Vieh  und

«  Gewerbe  (Lohnarbeit,

Geflügel,  Saat,  Pachteventuell

  auch  Wander-Schilling

  für  Weideland

gewerbe)

48

u.  a.  dgl.)

153

Geldabgaben  und  Steuern  .

16

Uebrige  (Tabak;  geistige  und

religiöse  Bedürfnisse,

Arzneien  u.  dgl.)  .  .

16

Summe  Rubel

429

Summe  Rubel

480

Man  sieht  aus  diesem  durchschnittlichen  Haushaltungsbudget  mittlerer ­
  Bauernhöfe,  dass  die  Ausgaben  die  Einnahmen  etwa  um  50  Rubel,
d.  h.  um  10,4%  des  Budgets  übertreten.  Unter  den  Ausgaben  sind  vielleicht ­
  die  Ausgaben  für  Kleider  etwas  zu  hoch  berechnet.  Aber  hält  man
diese  Ausgaben  für  nicht  ganz  nötig,  so  ergibt  es  sich  doch,  dass,  wenn  wirklich ­
  kein  Defizit  in  dem  Haushaltungsbudget  besteht,  dies  nur  durch
ihren  gewerblichen  Nebenverdienst  ermöglicht  wird.  In  dem  oben  angeführten ­
  Haushaltungsbudget  betragen  die  Einnahmen  aus  dem  Gewerbe
nur  11,3  Prozent  der  gesamten  Einnahmen.  Dies  trifft  aber  nur  für  ein
durchschnittliches  mittelbäuerliches  Budget  zu.  Betrachten  wir  aber  verschiedene ­
  Budgets  der  minder  wohlhabenden  Bauernwirtschaften,  so  ergibt ­
  sich  für  die  Mitglieder  einer  solchen  Wirtschaft  eine  unumgängliche
Notwendigkeit,  sich  als  Lohnarbeiter  zu  verdingen.
Zu  den  minder  wohlhabenden  Bauernwirtschaften  gehört  im
Gouv.  Cherson 1 )  in  der  Regel  diejenige  zwischen  einem  Anteil  von
8  Dess.  und  U/ 4  Anteil,  höchstens  10—12  Dess.'  Das  Land  wird  nur
als  Ackerland  benutzt.  Für  das  Weideland  muss  man  entweder  ein
Landstück  in  Pacht  übernehmen,  oder  das  Vieh  auf  die  Hutweide  des
Gutsherrn  oder  eines  Dorfgenossen  jagen.  Das  Vieh  besteht  aus  einem
Paar  billiger  Ochsen  oder  Pferden,  einer  Kuh  und  wenig  Kleinvieh.  Das
tote  Inventar  ist  sehr  unbedeutend.  Unter  solchen  Umständen  beträgt
bei  einem  primitiven  Eeldsystem,  bei  der  fortwährenden  ununterbrochenen
*)  Diese  Angaben  sind  der  Semstwoschen  statistischen  Beschreibung  verschiedener
Gegenden  des  Gouv,  Cherson  entnommen.
            
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