Metadata: Recht der Schuldverhältnisse (Bd. 2)

2, Zitel: Schenkung. $ 516. 
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3 516 Ubi. 2 gewährten RedhteS, dem andern eine angemeffene Frift zu 
jeßen mit der Aufforderung zur Erklärung über die Annahme. Diefes 
Lrovokationsrecht hat hier denjelben rechtlihen Charakter, wie in anderen 
Teilen des Gefebbuchs val. z. SB. die SS 406, 496 BGB). Eine befondere 
Sormborfchrift Geitebt hbiefür nicht. Wegen Beftimmung der an 
gemejfenen Frift vgl. aud $ 250 mit Bem., 
Sur die im 5516 Ubf. 2 vorgefehene Aufforderung ift die Wirkung gefichert 
durch das beigefügte Präjudiz, weldhes für den Jall der Nichterflärung 
mährend der Zrijft borfchreibt, daß die Schenkung als angenommen zu 
gelten habe, (Neber die Gründe, die für dieje Regelung beftimmenbd waren, 
). B. 1, 7; in diejem Bunfkte debt noch mit Cndemann Bd. I S 164 und 
Schollmeyer a, a. OD. S., 27 über die Angemeffenheit der Gefeß gewordenen 
Borfchrift zu Diskutieren, erfdheint hier überfliüffig.) 
Sanz abgefehen von jener Vräjudizierung feht es DU dem Be- 
dachten auch frei, auf die EEE UN U noch innerhalb der Frijt, oder 
zud {don vor einer Hrijftfebung ausdrücklich oder durch Konkkudente Hand- 
(ungen feine Xblehnung der Schenkung zum Ausdruce zu bringen. 
Liegt in der einen oder andern Weife eine dem Zuwendenden gegens 
über zum Ausdrucke gebrachte Ablehnung der Zuwendung vor, fo wird da- 
durch die Schenkung hinfällig und folgeweife die etwa DLereits eingetretene 
Bereicherung zu einer „ungeredhtfertigten“. € muß deshalb jene 
eigentlich jelbftverftändlihe KRechtsfolge eintreten, welhe der Sab 3 des 
Abf. 2 noch befonderS ausfpricht. Beifpiel3weife hat allo der Bedachte den 
Betrag feiner Schuld an einen Dritten dem Zumwmendenden zu vergüten, wie 
iD diejer an den Gläubiger bezahlt Hat. 
Die Ablehnung der Sie ilt eine empfang3bebürftige Willens= 
erflärung, f. 88 130 ff. Eine Chefran bedarf hiezu der Einwilligung des 
Shemann8 nicht, vgl. SS 1406 Mr. 2, 1453 Ab. 1. 
Die Yufforderung jelbft ft rücnehmbar bis zur Ablehnung der Schen- 
ung Ro Di zum AWolaufe der angemefjenen Si, Kein, Anzeigepflicht im 
Schuldrecht. 
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3, Beizuftinmen ift der Anficht Plands zu $ 516, daß auch einer nah dem eben 
Erörterten noch nicht vollendeten Schenkung gegenüber bereits alle jene Befchräns 
ungen und Sonderborfchriften zur Geltung kommen müffen, welde das Gejeß überhaupt 
für Schenkungen enthält. 
4, Ueber ungeredhtfertigte Bereicherung 1]. SS 812 ff. und Bem. hiezu. 
HT. Die Beweislaft regelt Jich hier nad den allgemeinen Grundfägen. 
Sn der Behauptung des Beklagten, der vom AMäger zurücgeforderte Barbetrag fei 
nicht al8 Darlehen, fondern als Schenkung gegeben worden, liegt nach der Unficht des 
HeicdhSgericht3 eine Berneinung des AMagegrundes, {jo daß den AWläger der Beweis für 
die Fü abe al8 Darlehen trifft, f. Sur. Wficdhr. 1906 S. 462, Recht 1906 S. 800, 
Seuff. Arch Bd. 61 Nr. 243 (Übereinftimmend Rofenberg, Beweislaft S. 62, Archiv f. 
d. ah Vraris Bd. 94 S. 78, Leonhard, Beweislaft S. 397; a. M. Beckh, Beweislatt 
S. 200). . 
Sm Falle der obigen Bem. II, 3 liegt der Beweis der rechtzeitig erfolgten AUb- 
lehnung demjenigen vb, der ich darauf beruft, 3. B. alfo demjenigen, der die Bereicherung 
Herausverlangt. 
Vol. auch S 685 BOB. mit Bem., fowie Leonhard, Beweislaft S. 180 ff. 
IV. Neber Hypothekfbeftellung für eine widerruflide Schenkung val. Nipr. d. 
LS. Bd. 10 S. 414. 
V. Wegen; der Jog. Gefäligfeitsberträge]|. Einleitung Bem. 2, 1 vor SU33 S. 524. 
VI. Neber Anffedhtung von Schenkungen wegen N bal. Lenel in DE 
Sahrb. Bd. 44 S. 24 ff, Schloßmann, Irrtum über wefjentlidhe Eigenfchaften S. 68 ff. 
aber au Lippmann,z2Archiv f. d. aivilift, Praxis Bd. 102 S. 377 ff. 
VII Wegen Beitenerung der Schenkung]. VBorbem. IX. 
. Neber den Begriff der Schenkung unter Lebenden im Sinne des Reidhserb- 
IhaftsiteuergefebesS |. ROTC. Bd. 70 S. 15 ff, |. ferner au ROSE. Bd. 71 S. 140. 
N VIIL_ Wegen der Mitfdhuldübernahme einer Schenkung val. Reichel, Schuldmit- 
Übernabme S. 4929.
	        
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