Ismael Martinez. 69
Es wurde ausführlich über den Imperialismus Englands, Frankreichs
und anderer Mächte gesprochen, aber nicht genügend über den stärksten
Imperialismus, denjenigen der Vereinigten Staaten von Nordamerika, den
einzigen, der die Menschenrechte zu zerstören droht.
Gegenwärtig werden Frankreich, England, Belgien und alle anderen europäischen
Länder in ihrem Aufbau durch den amerikanischen Imperialismus
bedroht.
Durch seine geographische Lage und durch seine Nachbarschaft mit dem
„nordischen Koloß‘“ ist Mexiko der gegebene Kampfplatz, wo sich der
Kampf, der heute im fernen Osten, im heldenmütigen China, zwischen Ost
und West und dem Süden und dem Norden des amerikanischen Kontinents
beginnt, entscheiden wird. Dort wird der Triumph der einen oder anderen
kriegsführenden Mächte gefeiert werden. Einerseits brennt der Imperialismus
darauf, die Menschheit mit seiner ganzen Wucht zu unterdrücken,
andererseits kämpfen die tapfern Streiter der unterdrückten Völker, um
deren Befreiung.
Das mexikanische Volk hat jahrelang für die Verwirklichung seines
Ideals der Freiheit gekämpft, ohne je zu vergessen, daß andere Länder sich
in einer gleichen Lage befanden und die gleichen Wünsche hatten. Es ist
immer bereit gewesen, ihnen bis zur äußersten Grenze seiner Mittel beizustehen.
Heute wie gestern und morgen wie heute sind die werktätigen Klassen
Mexikos bereit, jenen Völkern zu helfen, die für die Befreiung der menschlichen
Rasse, ohne Unterschied der Farbe, kämpfen. Die Arbeiter Mexikos,
ebenso, wie alle Arbeiter der ganzen Welt, sind bereit,: das heldenhafte
China, das heute einen Kampf mit ungleichen Kräften in diesem Krieg
der unterdrückten Völker führt, in seinen gerechten Forderungen zu
unterstützen.
Die Gruppen, die ich vertrete, sind in jenem Zentrum organisiert, in
welchem sich der Druck des Imperialismus auf Mexiko fühlbar macht. Denn
der Staat Tamaulipas ist gerade jenes Gebiet, wo sich die großen Petroleumfelder
befinden, auf die die Kapitalisten Londons und der Wall Street begierig
sind, und um welche sie sich schlagen.
Heute besitzen die mexikanischen Arbeiter kostbare Freiheiten, die ihnen
die Konstitution von 1917 verschaffte, und die andern unterdrückten Ländern
als Vorbild dienen könnte. Diese Konstitution umfaßt „Nationale Unabhängigkeit‘“
und „persönliche Freiheit“. Das mexikanische Volk kämpft
heute für die Erhaltung dieser Errungenschaften gegen den gewaltsamen
Druck des nordamerikanischen Imperialismus, der sie zerstören möchte.
Glücklicherweise verstanden die revolutionären Regierungen meines
Landes ebenso, wie die heutige unter der Präsidentschaft Calles, den Gefühlen
des mexikanischen Volkes Rechnung zu tragen. Deshalb gewährt ihr