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begann ihr Erscheinen unter der intensiven Mitarbeiterschaft Lenins.
Sie konnte sich troß schwierigster Umstände in Rußland bis zum
Kriegsbeginn 1914 halten.
Die Augusttage des Jahres 1914 begannen; die IL. Internationale brach
zusammen. Lenin befand sich in einem verlorenen Dorf der galizischen
Berge. Er und Zinovev wurden bald von der österreichischen Regierung
verhaftet, doch nach kurzer Zeit in die Schweiz abgeschoben. Die Tätig-
keit dort war zuerst sehr beschränkt, bis es ihm gelang, im Verein mit
Zinovev, Radek,Bronski und Münzenberg, von der Jugendinternationale,
Einfluß auf die internationale Arbeiterbewegung zu bekommen und
auf den Zimmerwalder und Kienthaler Zusammenkünften die Keim-
zellen der II. Internationale zu entwickeln. Seine Anschauungen über
den Krieg spiegelte das Kriegsmanifest der Bolschewiki vom 1. No-
vember 1914 wieder: „Es ıst die Aufgabe der Sozialdemokratie, ın
erster Linie die wirkliche Bedeutung des Krieges aufzudecken und
rücksichtslos die Lügen, Sophismen und „patriotischen“ Phrasen zu
demaskieren, die durch die regierenden Klassen, die Bourgeoisie und
die Junker, zur Verteidigung des Krieges verbreitet werden... Keine
der kriegführenden Parteien ist an dem Raub, an den . . . Verbrechen
des Krieges weniger als die andere schuldig ... Die Opportunisten
haben seit langem den Zusammenbruch der II. Internationale vor-
bereitet, indem sie die soziale Revolution verleugneten, ... durch die
Ablehnung der grundlegenden, schon ım kommunistischen Manifest
ausgesprochenen Wahrheit, daB die Arbeiter kein Vaterland haben; ...
sie haben es, indem sie die vernünflige Ausnubung des bürgerlichen
Darlamentarismus und der bürgerlichen Legalıtät in eine An-
betung der Geseblichkeit ausarten ließen und die Pflicht vergaBßBen,
in der Epoche politischer Krisen, Geheimorganisationen zu schaffen
und geheime Agitation zu treiben ... Je mehr Opfer der Krieg erfordert,
desto offenkundiger wird den Arbeitermassen . . . die Notwendig-
keit... (werden), die Waffen gegen die Regierung und die Bour-
geoisie jedes Landes zu ergreifen. Die Verwandlung des jekigen
imperialistischen Krieges in den Bürgerkrieg, das.ist die einzig rich-
Hge proletarische Losung...“ ”). Lenin sprach sich damit also nicht
gegen den Krieg im allgemeinen ‚aus, sondern nur gegen den Krieg
und die Landesverteidigung als Folgeerscheinung des allgemeinen
[mperialismus, während. er den Bürgerkrieg, den Revolutionskrieg und
die Verteidigung des proletarischen Staates (wenn man hier vom
. 17) Siehe in deutscher Sprache: „Manifest des Zentralkomitees der Russ.
Soz.-Dem. Arbeiterpartei über den imperialistischen Krieg“ iın G. Zinovev:
„Geschichte der Kommunistischen Partei RuBlands“. Hamburg 1923. S. 194 ff.
Und Lenin u. Zinovev: „Gegen den Strom“. Hamburg 1921. 8°