Full text: Zwei Bücher zur socialen Geschichte Englands

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Belegstellen. 
sei, als bei den Schotten. Ja Beispiele wurden uns angeführt, wo den 
Irländern wegen ihrer Festigkeit und Gelehrigkeit der Vorzug gegeben 
wurde; und Mr, Stuart, der Fabrikinspector Schottlands, behauptet, dass 
es jetzt sehr oft vorkommt, dass die irländischen Arbeiter in den Flachs- 
manufacturen wegen ihrer regelmässigen Gewohnheiten vorgezogen wer- 
den und dass bedeutsame Winke von Besitzern ausgedehnter Fabriken ge- 
geben worden sind, dass irländische. Arbeiter beschäftigt werden sollen, 
wenn nicht die Eingeborenen die Gewohnheiten ihrer Unmässigkeit auf- 
geben. Dr. Alison hat in seinem Bericht über Tranent die hohen Lohn 
empfangende, aber unter ähnlichen Einflüssen lebende Bevölkerung als zu 
leidenschaftlicher Erregung geneigt und als geeignetes Werkzeug für poli- 
tisch Unzufriedene geschildert; sie ist ausgezeichnet durch eine Wildheit, 
die sie zu Unrecht und Gewaltthätigkeit bereit macht, ihre Geselligkeit ver- 
nichtet und sie in Wesen verwandelt, die wenig über wilden Thieren stehen. 
Seite 135, Sir Charles Shaw, ein höherer Polizeibeamter in Man- 
zhester : 
„Vor einer Woche schickte ich einen Inspector in ein Logirhaus, 
dasselbe zu untersuchen. Er kam zurück und constatirte, dass er nie 
einen ähnlichen Anblick gehabt. Er fand in einem Zimmer ohne jedwede 
Art von Möbel drei Männer und zwei Frauen auf dem nackten Boden lie- 
gen ohne Stroh. Ziegelsteine dienten als Kopfkissen. Ich hatte die Ver- 
muthung, dass sie betrunken wären. „Ja“, sagte der Inspector,, sie waren 
betrunken.“ Den Hausbesitzer fand ich in einem erträglichen Bett, und in 
einem anderen Zimmer Bündel guten frischen Strohs.. Ich tadelte den 
Mann, weil er seinen Miethern kein Stroh gäbe. Er antwortete: „Ich be- 
halte dies Stroh für solche Leute, die es lieber kaufen, als Gin. Die Leute 
von oben sind für Gin.“ Ich finde, dass es hier allgemein üblich ist, 
für die Besitzer von Logirhäusern, Stroh zum Verkauf feil zu halten.“ 
Seite 142. Mr. Wood (Dundee) berichtet: 
„Es giebt viele Familien unter den arbeitenden Classen, die fünfzehn 
bis zweiundzwanzig Schillinge die Woche erhalten, die ungenügend geklei- 
let, unregelmässig und ärmlich ernährt sind, die schmutzig und deren 
Wohnungen unbequem und unordentlich erscheinen. Es giebt unter ihnen 
andere Familien, mit derselben Gliederzahl, deren Einkommen zehn bis 
vierzehn Schilling die Woche ist, die nett, reinlich und genügend geklei- 
det, regelmässig und angemessen genährt sind, und deren Häuser ordent- 
lich und bequem eingerichtet aussehen. Die erste Classe sorgt wenig 
für die körperliche und noch weit weniger für die geistige, moralische und 
religiöse Erziehung ihrer Kinder; in vielen Fällen vernachlässigen sie die 
Erziehung ihrer Kinder sogar, wenn sie ihnen umsonst angeboten wird, 
und anstatt sie zur Schule zu schicken, wo sie für die Pflichten und Wider- 
wärtigkeiten des Lebens erzogen werden würden, senden sie sie in allzu-
	        
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