Object: Die Kaufkraft des Geldes

Indirekte Einflüsse auf die Kaufkraft. 
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Umlaufsgeschwindigkeiten in zehn Städten, die der Größe nach auf- 
gestellt wurden: 
116 
Lissabon 
161 
Indianapolis .. 
123 
New Haven .. 
14 
Athen 
Rom • 
43 
Santa Barbara 
Madrid ist die einzige Stadt, welche in bezug auf die Umlaufsgeschwindig 
keit bedenklich aus der Reihe fällt. 
3 b. Je ausgedehnter und je geschwinder der Transport im allgemeinen 
ist, desto rascher ist der Umlauf des Geldes 1 ). Alles was die Übertragung 
des Geldes von einer Person zur anderen erleichtert, trägt zur Erhöhung der 
Umlaufsgeschwindigkeit bei. Die Eisenbahnen üben diese Wirkung aus. 
Der Telegraph hat die Umlaufgeschwindigkeit der Depositen erhöht, denn 
durch ihn können letztere in wenigen Minuten Tausende von Meilen weit 
überwiesen werden. Die Post und die Eilbeförderung haben durch Er 
leichterung der Übermittlung von Bankdepositen und von Geld in gleicher 
Weise zu einer Erhöhung ihrer Umlaufsgeschwindigkeit beigetragen. 
Wir ziehen also den Schluß, daß die Bevölkerungsdichte und die Schnellig 
keit des Transportes durch Erhöhung der Geschwindigkeiten ein Steigen der 
Preise bewirken. Geschichtlich ist diese Konzentrierung der Bevölkerung in 
Städten ein bedeutender Faktor der Preissteigerung in den Vereinigten 
Staaten gewesen. 
Die Umlaufsgeschwindigkeiten des Geldes und die der Depositen werden 
in gewöhnlichen Zeiten durch gleichartige Ursachen in ähnlicher Weise be 
einflußt. Dagegen herrscht in der Zeit von Paniken, wenn das Vertrauen der 
Deponenten erschüttert ist, die Tendenz, die Depositen zurückzuziehen, 
während andererseits Geld gehütet wird. Deshalb können sich die beiden Ge 
schwindigkeiten für eine gewisse Zeit in entgegengesetzten Richtungen ver 
ändern, wenn auch eine verläßliche Statistik zur Feststellung der Richtigkeit 
dieser Vermutung nicht vorhanden ist. 
§ 6. 
Die hauptsächlichsten spezifischen Einwirkungen von außen auf den 
Umfang der dem Scheckverkehr unterworfenen Depositen sind: 
1. Das Banksystem und die Gewohnheiten der Personen, die dieses 
System benützen. 
2. Die Gewohnheit des „Belastens“. 
l ) Vgl. Jevons, Money and the Mechanism of Exchange, New York (Appleton), 
1896, S. 336; ebenso Kinley, Money, New York (Macmillan), 1904, S. 156 u. 157.
	        
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