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lege. Können wir also hier kaum einen Unterschied in bezug auf
die Handlungsfreiheit konstatieren, so ist allerdings in anderen Punk
ten das Gegenteil der Fall, z. Bl- bei Erwerb, Veräußerung und
Belastung von Grundeigentum, Einführung neuer Geschäftszweige,
für die besondere Herstellungsräume erforderlich werden usw.
(s- 88 20, 30 und 37 Anm. des Statutenauszugs im Anhang).
Nicht iinmer muß aber die Einschränkung der Berfügungs- und
Handlungsfreiheit ein Nachteil sein. In einer ganzen Reihe von
Fällen wird eine vorherige Beratung, verbunden mit Abstimmung,
nur vorteilhaft sein können. Ohne den Rat anderer zu hören und
auf ihn zu achten, handelt ja auch der private Inhaber nicht, ob
wohl er die Verfügungsfre'iheit hat. Ich glaube, daß Vorteile und
Nachteile sich hier aufheben.
Hirsch spricht außerdem von der leichteren Kapitalbe
schaffung der kapitalistischen Filialbetriebe. Nach allem, was ich
feststellen konnte, fällt den Konsumgenossenschaften die Kapitalbeschaf
fung nicht schwer. Die enormen Summen, die ihnen aus den G e-
schäftsanteilen (mag der Beitrag des einzelnen Mitglieds
auch nur 20 bis 30 Mark betragen, der Beitrag ließe sich sicher noch
in den meisten Vereinen erhöhen) zufließen — die eingezahlten Ge
schäftsguthaben betrugen im Zentralverband 6,6 o/o 9 10 ) vom Umsatz
= 31 Millionen Mark im Jahre 1913 —, ferner die stetig an
wachsenden Reserven — im Zentralverband 4,7o/o des Umsatzes
= über 22 Millionen Mark im Jahre 1913 —, die Hausan
te i l e und Hausobligationen, die in kleinen Beträgen aus
gestellt und von den Mitgliedern übernommen werden — sie be
trugen im Zentralverband 1,2 o/ 0 des Umsatzes — über 5 Millionen
Mark im Jahre 1913 —, die Spareinlagen der Mitglieder —
im Zentralverband 14,4 o/o vom Umsatz (1913) —, das alles sind Ka
pitalien, die entweder eigenes Kapital der betreffenden Genossen
schaften oder von den Mitgliedern anvertraute Gelder darstellen.
Besonders stark stiegen die Spareinlagen. Sie betrugen im
Jahre 1903 zirka 6 Millionen Mark, im Jahre 1913 68 Millionen
Mark gegen 64 Millionen Mark im Vorjahres") ,,Die Konsum
genossenschaften des Zentralverbandes haben längst aufgehört, nur
Konsumgenossenschaften zu sein, sie sind zugleich auch Spargenossen-
9 ) Diese und die folgenden Zahlen entnehme ich dem Jahresbericht des
Zentralverbandes deutscher Konsumvereine für 1913.
10 ) In diese Zahlen einbegriffen sind auch die Anlehen, sie sind aber nach
den Angaben von H. Kaufmann nur ganz minimal.