fullscreen: Der Produktionsprozeß des Kapitals (1.1928)

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Vierter Abschnitt 
Die Produktivität der Maschinerie steht, wie wir sahen, in un 
gekehrtem Verhältnis zur Größe des von ihr auf das Machwerk 
übertragenen Wertbestandteils. Je länger die Periode, worin 5 
funktioniert, desto größer die Produktenmasse, worüber sich der v® 
ihr zugesetzie Wert verteilt, und desto kleiner der Wertteil, den gie 
der einzelnen Ware zufügt. Die aktive Lebensperiode der Maschiner* 
ist aber offenbar bestimmt durch die Länge des Arbeitstages ode! 
die Dauer des täglichen Arbeitsprozesses, multipliziert mit der A” 
zahl Tage, worin er sich wiederholt. 
Der Maschinenverschleiß entspricht keineswegs mathematisch 
genau ihrer Benutzungszeit.!** Und selbst dies vorausgesetzt, U” 
faßt eine Maschine, die während 7'/, Jahren täglich 16 Stund® 
dient, eine ebenso große Produktionsperiode und setzt dem Gesamt 
produkt nicht mehr Wert zu als dieselbe Maschine, die währen 
15 Jahren nur 8 Stunden täglich dient. Im ersteren Fall aber wär“ 
der Maschinenwert doppelt so rasch reproduziert als im Jetztere” 
und der Kapitalist hätte vermittels derselben in 7!/, Jahren so v* 
Mehrwert eingeschluckt wie sonst in 15. . | 
Der materielle Verschleiß der Maschine ist doppelt. Der ein 
entspringt aus ihrem Gebrauch, wie Geldstücke durch Zirkulati®® 
verschleißen, der andere aus ihrem Nichtgebrauch, wie ein untätl 
Schwert in der Scheide verrostet. Es ist dies ihr Verzehr durch die 
Elemente. Der Verschleiß ersterer Art steht mehr oder minder ® 
direktem Verhältnis, der letztere zu gewissem Grad in umgekehrte” 
Verhältnis zu ihrem Gebrauch.!t 
Neben dem materiellen unterliegt die Maschine aber auch einel 
sozusagen moralischen Verschleiß. Sie verliert Tauschwert im Maße 
worin entweder Maschinen derselben Konstruktion wohlfeiler rn 
produziert werden können oder bessere Maschinen konkurrier® 
neben sie treten.!** In beiden Fällen ist ihr Wert, so jung je 
lebenskräftig sie sonst noch sein mag, nicht mehr bestimmt dur“ 
142 In dem Marxschen Handexemplar der 1. Auflage steht hier folgend 
Randbemerkung: Dies gilt auch von andern mit der Maschinerie We 
bundenen Ausgaben. Zum Beispiel: „Jeder Fabrikant weiß, daß, rt 
die Dampfmaschine anzuheizen hat, es ihn ebensoviel kostet, Dampf Dr 
3 wie für 4 Stunden zu erzeugen. ... Daraus ergibt sich (für Bist, 
bahnen) eine kleine Ersparnis an Brennmaterial, wenn große Entfernung Ü 
zurückgelegt werden.“ („Royal Commission on Railways. London 1867 
Evidence, n. 175.) K. de 
145 „Untätigkeit verursacht Schädigung der empfindlichen Teile e“. 
4" der metallenen Maschinerie.“ (Ure: „Philosophy of Manufactu” 
P- A) dt 
16 Der schon früher erwähnte „Manchester Spinner“ („TinS, 
26. November 1862) zählt unter den Kosten der Maschinerie auf: %. 
(nämlich die Abschreibung für Abnutzung der Maschinerie) soll auch vo 
Verlust decken, der fortwährend daraus entsteht, daß Maschinen, noch be @ 
sie tatsächlich verbraucht sind, von neuen und besseren Konstruktio® 
verdrängt werden.“
	        
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