184
Bafel-Stadt
Stromschellen, ist jetzt dem modernen Kraftwerk dieses
Ortes geopfert worden, wie denn überhaupt Rhein und
Aare in diesem Gebiet eine starke Ausbeutung der Wasser
kräfte in Elektrizitätswerken erfahren haben (z. B. Beznau-
Werk an der Aare unterhalb Brugg). An den Schnellen von
Laufenburg und Rheinfelden waren Haltepunkte und Um
ladestellen der mittelalterlichen Flußschiffahrt. Von jeher
lieferte hier die Lachsfischerei ansehnliche Erträge. In der
flußumzogenen Ebene bei Rheinfelden liegt das Dorf Möh
lin, in dessen Nähe die Reihe der schweizerischen Rhein
salinen beginnt. Ri bürg und Rheinfelden liefern
jährlich 300000 ^ Salz. Rheinfelden nutzt die Salz-
soole zu den heilkräftigen Soolbädern aus. Die Salinen
stehen seit der Mitte des 19. Jahrhunderts im Betrieb.
Beidseits der Ergolz nehmen Kaiseraugst und Basel
augst die Stelle der Römerstadt Augusta Rauracorum
ein, die noch in ihren Überresten für die einstige Größe
zeugt.
Sasel.
Westlich des Aargauer Fricklales bilden der Tafel
jura im Flußgebiet der Ergolz und das Flachland an
der Einmündung der Airs in den Rhein das Gebiet
des Kantons Basel; seit 1833 ist er politisch getrennt
in jdie beiden Halbkantone Baselstadt und Baselland
(136300 und 76600 Einwohner überwiegend protestan
tischer Konfession).
Die Stadt Basel hält die für den Verkehr un
gewöhnlich wichtige Stelle inne, wo der Rhein nach
Norden umbiegend die große und volksreiche oberrheinische
Tiefebene zwischen Schwarzwald und Vogesen betritt.
Von Norden her führen beidseits des Stromes die Ver
kehrswege in Basel zusammen und vereinigen sich hier,
nahe der burgundischen Pforte zwischen Jura und Vo
gesen, mit den Linien aus dem nordöstlichen Frankreich;
die drei Jurafurchen des Birs-, Ergolz- und Fricktales