letzten Endes der Staat zu tragen — aber auch die
Truppe selbst hatte häufig zu leiden, wenn nämlich
infolge Lieferung schlechter Ausrüstung ihre Kampf-
kraft sank.
Morgan ließ nun durch Mittelsmänner fünftausend
verrostete Karabiner von einem längst nicht mehr ge-
bräuchlichen Typ aufkaufen. Die Waffen, die ihm
17500 Dollar gekostet hatten, wurden notdürftig
äußerlich wieder instandgesetzt und dem General Fre-
mont angeboten — für 110000 Dollar. Fremont griff
zu, wahrscheinlich ohne vorher die Karabiner gesehen
oder sich von ihrer Brauchbarkeit beziehungsweise
Unbrauchbarkeit überzeugt zu haben.
Das Geschäft versprach also Morgan und seinen
Mittelsmännern einen Gewinn von fast 100 000 Dollar.
Aber Fremont scheint einer von den geschäftstüchtigen
Heerführern gewesen zu sein, denn die große Anzahl
der von ihm abgeschlossenen, nicht ganz einwandfreien
Lieferungsverträge erweckte endlich den Argwohn der
Regierung, Sie ordnete eine Nachprüfung an und be-
anstandete unter anderem auch die für die Karabiner
geforderte Summe. Sie erklärte sich zwar bereit, die
Hälfte des mit Fremont abgemachten Kaufpreises, also
55000 Dollar, zu zahlen, hiermit aber wollte sich der
Strohmann Morgans nicht zufriedengeben. Es kam zu
einem Prozeß, und da der Vertrag sich formell als un-
angreifbar erwies, wurde die Regierung zur Zahlung
der gesamten Summe verurteilt.
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