Metadata: Das Hotel- und Gastgewerbe

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DAS HOTEL- UND GASTGEWERBE 
bus“ bekannt machte. Küche- und Kellerbetrieb, Maschinen 
und Kessel, alles wurde auf der Flimmerleinwand gezeigt. 
Das ist der Weg, den auch das Festlandshotel bei der Film- 
reklame zu gehen haben wird. Wie wenig Menschen gibt es, 
die hinter die Kulissen eines Hotels gesehen haben. Und wie 
riesig interessant ist es hinter diesen Kulissen. Meine gründliche 
Kenntnis des Hotelwesens habe ich dazu benützt, um eine 
umfangreiche Studie über die „Wunder der Technik im Deut- 
schen Hotel‘ zu schreiben. In dieser Studie weise ich darauf 
hin, daß in vielen europäischen Zeitungen und Zeitschriften die 
technischen Einrichtungen der amerikanischen Riesenhotels 
liebevoll gelobt werden, so daß beim Leser ganz unwillkürlich 
der Eindruck geweckt werde, die europäischen Hotels blieben 
weit, sehr weit hinter den amerikanischen zurück. Sie seien 
also nicht auf der Höhe und minderwertig. In meiner Studie 
schildere ich eine wahre Überfülle von technischen Einrich- 
tungen, die dem Gast im Hotel zugute kommen, und die 
geschaffen wurden, um auch die Preise so niedrig als möglich 
halten zu können. Eine Verfilmung dieser Studie zum Beispiel 
würde eine glänzende Filmreklame für die Hotels bilden. 
Eine solche Filmreklame kann, wenn sie gut ist, nicht billig 
sein, und sie wird deshalb nur sehr kapitalkräftigen Betrieben 
offenstehen, für die anderen käme dann das Genossenschafts- 
wesen, die Verteilung der Lasten auf verschiedene tragfähige 
Schultern, in Frage. Ich kann es mir sehr wohl als möglich 
denken, daß eine Anzahl geschäftlicher Betriebe — sie brauchen 
durchaus nicht alle zum Gastgewerbe zu gehören — sich zur 
Schaffung eines interessanten Reklamefilms zusammenschließen. 
Sie können den Film dann bei sich selbst vor ihren Gästen 
Jaufen lassen, können ihn aber auch nach auswärts verleihen. 
Ich kenne Kurorte, die einen eigenen Werbefilm besitzen und 
diesen während der Saison wöchentlich, oft mehrmals in der 
Woche, ihren Gästen vorführen. Dabei war Eigenartiges zu 
beobachten. Obwohl die Zuschauer selbst am Schauplatz des 
Films weilten, waren sie doch mächtig gepackt und das Interesse 
erlahmte nicht etwa, sondern blieb und wuchs sogar. Das mag 
daher kommen, daß man die auf der Leinwand im Filmstreifen 
vorgeführten Dinge mit ganz anderen, ich möchte sagen: auf- 
nahmefähigeren Augen betrachtet als im wirklichen Leben. 
Ich weiß, daß Leute an irgend etwas Bemerkenswertem jenes 
Kurortes täglich vorübergingen, ohne es zu beachten und daß
	        
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