‘“ Am 21. Mai‘ veranstaltete die‘ Studentenschaft im‘ Zoo-
logischen Garten ein Sommerfest zum Besten der Studenti-
schen Wirtschaftshilfe; am 28. Juni im Hörsaal VI eine
Kundgebung in der Kriegsschuldfrage, bei der Professor
Dr. Kallen mit kraftvollen Worten dem deutschen Stand-
punkt Ausdruck verlieh.
Angesichts der Kulturpropaganda, welche andere Staa-
ten, vor allem Frankreich, in sehr energischer und ge-
schickter Weise entfalten, ist es von größter Wichtigkeit,
daß die deutschen Universitäten und so auch die unsrige
diesem Punkt ihre Aufmerksamkeit zuwenden. Aus diesem
Grunde fand am 2. Juni auf Einladung des Rektors im Senat-
saal der Universität unter Beteiligung der Dekane und meh-
rerer Professoren eine Besprechung mit den sämtlichen an
der Universität Köln immatrikulierten ausländischen Stu-
dierenden über Fragen der Durchführung ihres Studiums,
Einführung besonderer Vorlesungen, Schaffung von Erleich-
terungen usw. statt. Auf Vorschlag des Rektors beschlos-
sen die ausländischen Studierenden, zunächst einen engeren
Zusammenschluß untereinander und gründeten am 27. Juni
d. J. einen „Bund ausländischer Studierender“, dessen Ver-
tretung‘ dem Rektor geeignete Wünsche und Anregungen
unterbreiten soll.
An Stiftungen und Schenkungen sind u. a:
besonders zu erwähnen eine Zuwendung des Direktors
Dr. Heinemann, Brüssel, in Höhe von RM 99000
zur Einrichtung je eines Instituts für Technische Physik und
für Physikalische Chemie, eine solche der Telefunken-
Gesellschaft für drahtlose Telegraphie m.b. H., Berlin, von
RM 30000 zur Dotierung des Lehrstuhls für Technische
Physik, eine ‚Schenkung von Modellen, Karten und Ent-
würfen als Lehrmittel an das Theaterwissenschaftliche Insti-
tut im Werte von RM 35000 durch die Mitteldeutsche
Ausstellungs-Gesellschaft Magdeburg und verschiedene
Magdeburger Aussteller, eine Schenkung des Landeshaupt-
manns der Rheinprovinz in Höhe von RM 5000 für die
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