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werden kann! ? Man sollte meinen, was Bremen bei Österreich
gelang, sollte ihm unter gleichen Bedingungen auch anderswo
gelingen!
Der Handel mit dem skandinavischen Norden ist noch immer
ein Stiefkind Bremens. Man hat so recht keine Produkte, die man
dort oben anbieten kann, da sich der Hauptmarkt für die in erster
Linie für die Ausfuhr nach dort in Frage kommenden Kolonial
waren in Hamburg befindet und man es für aussichtslos hielt, mit
dieser Stadt darin in Konkurrenz zu treten. Diesen kleinlichen
Standpunkt scheint man nach mancherlei Anläufen und Anzeichen,
die sich in den letzten Jahren bemerkbar machten, endlich verlassen
zu wollen. Jenen Ländern in der gleich kurzen Zeit, wie es
Hamburg vermag, zu liefern wird nie möglich sein. Aber wenn
die bremischen Reedereien ihren Fahrplan erweitern, das Netz der
Anlaufhäfen vergrößern und die Frachtraten auf hamburgischer
Basis halten, dann wird bei gleichem Warenangebot die geringe
Zeitdifferenz allein nicht mehr so schwer für Hamburg ins Gewicht
fallen. Die Ausgleichung der Küstenfrachtraten wäre allerdings
m. E. die conditio sine qua non, weil sie den Vorteil der östlicheren
Lage Hamburgs, das seine Übersee waren zu gleichen Sätzen
(abgesehen von der Weserschiffahrtsabgabe) bezieht wie Bremen,
z. T. wieder aufhebt.
Wenn sich die an der Unterweser ins Leben gerufene Eisen
großindustrie günstig entwickelt, steht zu erwarten, daß sich mit
der Erzeinfuhr aus Schweden auch die Ausfuhr nach ihm und
den übrigen nordischen Ländern (Rückfrachten!) heben wird.
Die Umsätze, die der bremische Warenhandel mit den Staaten
der dritten Gruppe erzielte, gehen aus Tabelle 35 hervor. Von
einer Gegenüberstellung der hamburgischen Zahlen glaubte ich
hier absehen zu können, da sich das Nötige aus der folgenden
Tabelle (36) ergibt. Von der europäischen Ausfuhr Bremens ent
fallen auf die letztbesprochenen Länder 3 / 5 , von der europäischen
Einfuhr 2 / s .
8. Zusammenfassung.
Ich komme zum Schluß des speziellen Teils und gebe in
Tabelle 36 eine Übersicht, in welchen Erdteilen und wichtigeren
Ländern der Handel Bremens gegenüber demjenigen Hamburgs
hinter dem Durchschnitt zurückgeblieben ist oder ihn über
schreitet, wenn man das zahlenmäßige Verhältnis, in dem die Ge
samthandelswerte der beiden Städte zu einander stehen, als
Vergleichsobjekt nimmt. Die Zahlen des bremischen Handels sind