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dass der e&^ (knkende Sodaüst seine ^^d&8Mmg:8a^ (kr
Menschen nicht pessimistischer gestaltete. Wir können seine
Beharrlichkeit in den sympathischen Affectionen nur aus den
tief wurzelnden Elementen seines Charakters und seiner ur
sprünglichen Gesammtanschauung erklären. Machen wir aber
einmal eine solche Voraussetzung, so haben wir auch nicht
mehr ein Recht, die Art seiner öffentlichen Action als gewöhn
liche Schwäche und als Mangel an Muth anzusehen. Louis
Blanc war kein Mann der gewaltsamen Action, sondern seine
Leidenschaft beschränkte sich auf das Bereich der Ideen und
der reagirenden Handlungen. Irgend eine empörende Ver
letzung hätte ihn unter allen Verhältnissen zum Widerstande
hingerissen; er hätte für seine Person wohl Vieles geduldig
ertragen, wie er dies bezüglich der Attentate bewiesen hat;
allein er würde sich im Interesse Anderer zur Abwehr der
Niedertretungen aufgerafft und vielleicht in einer solchen Situa
tion auch einen eigentlichen Führer abgegeben haben. In
dessen ging ihm die freie Initiative der überlegten und an-
greifendon That völlig ab, und hieraus begreift es sich, dass
d(^ Ge8ohichtB8ohroiber nicht auch im heroischen Sinn Ge-
schichte zu machen Neigung gehabt hat. Vielleicht mag auch
die unangenehm aufregende und stets zur Erschlaffung führende
^llnmudenn, dm den Schwädmpunkt m den sonst ^ffffbmmn
Geschichtswerken unseres Socialisten bildet, für den psycho
logischen Kenner bereits als hinreichender Fingerzeig dienen,
dass es an der Energie der wirklich männlichen Gefühle bei
dem Autor stets gefehlt haben muss.
3. Wir können hier nicht alle kleineren historischen und
sonstigen Schriften berühren, welche von Louis Blanc, nament
lich während seines 22jährigen Exils, zu Tage gefördert worden
sind. Wir bemerken jedoch, dass ihn der Aufenthalt in Eng
land zu vergleichenden Betrachtungen veranlasst hat, durch
welche zwar nicht die Richtung seiner Anschauungen, wohl
aber die Art und Weise der Darlegung geändert worden ist.
Die Gründe und Nachweisungen sind durch] die genauere Be
kanntschaft mit den Englischen Verhältnissen oft weit positiver
geworden, und das Bewusstsein des Gegensatzes, in welchem
sich der conoentrirende Socialismus mit einer falschen Seite
der Decentralisationsbestrebungen befindet, hat sich offenbar
geschärft. In der letzteren Beziehung ist eine kleine Veröffent-