i- Kollektaneen
zerple in Exzerptenkuverts ihren endgültigen Platz. In der Praxis
dürfte diese Art der Aufbewahrung den Vergleich mit anderen Weisen
wohl kaum aushalten können. Auch die Arbeitsmethode nach fest-
stehenden Schlagwörtern, zu denen ein langes Wörterverzeichnis als
„Schlüssel“ die verschlossene Pforte öffnet, ist für weitere Kreise kaum
einwandfrei.
Man kann auch die überall käuflichen Briefordner und Sammel*-
mappen verschiedener Firmen, wie z. B. Friedrich Soennecken in Bonn,
Leipzig und Berlin, oder Stolzenberg in Oos-Baden und Berlin, oder
Theodor Schröter in Leipzig-Connewitz, für die Zwecke der Kollektaneen
nützlich verwenden.
Für die Aufbewahrung der Objekte größeren Formates erweisen
sich auch die verschiedenen Arten von Aktenschachteln, und nament-
lich die sog. „Selbstöffner“-Schachteln der Rheinischen Kontormöbel-
fabrik August Finkenrath Söhne in Barmen, als recht praktisch und
nützlich, bei verhällnismäßig geringen Anschaffungskosten.
2. Für kleinere Zettel wird man vielleicht im Anfang
sich mit geschlossenen Schachteln begnügen können. Sie
reichen aber auf die Dauer nicht aus und haben für die
Praxis manche Nachteile. Am besten dürften sich bei länge-
rem Gebrauch entweder die einfachen offenen Fächer oder
eigentliche Sammelkästen oder Sammelschränke mit Fächern
oder Schubladen bewähren. Offene Fächer haben den
großen Vorzug, daß sie die Übersicht über das gesammelte
Material und die bequeme Verwendbarkeit desselben außer-
ordentlich erleichtern. Auch die Herstellung erfordert wenig
Mühen und Kosten, da sie vom nächsten besten Tischler
in der gewünschten Form und Größe besorgt werden kann.
Wenn sie auf dem Studiertisch oder am Schreibpult in
praktischer Weise angebracht sind, können sie vielleicht
den persönlichen Wünschen mancher Jünger der Wissen-
schaft vollauf genügen. Dem Übelstand, daß der Staub
allzu leicht in die offenen Fächer eindringt, läßt sich durch
eine geeignete Schutzvorrichtung leicht abhelfen und
vorbeugen.
3. Trotzdem findet diese Art nicht den Beifall aller Samm-
ler. Manche neigen mehr dem eigentlichen Sammelschrank
zu, der in 24 oder mehr Fächern oder Schubladen Raum
für die Zettel in alphabetischer Ordnung oder auch für die
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