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staude angehören oder ihm nahe stehen. Dieser Ausschuß
hatte zunächst eine doppelte Aufgabe zu lösen. Er mußte
die gesamten äußeren Veranstaltungen für die geplanten Auf
führungen treffen und den Vertrieb von Eintrittskarten in
einer Weise organisieren, daß diese auch wirklich in die
Hände derjenigen kamen, für die sie bestimmt waren. Jedes
Komiteemitglied enthält zu diesem Zweck eine Anzahl von
Eintrittskarten, um sie ausschließlich an Mitarbeiter der
eigenen Fabrik oder der benachbarten Arbeitsstätten abzu
setzen. Da man nach und nach unter den Bewohnern der
Häuser des Berliner Spar- und Bauvereins sowie unter den
Arbeitern mehrerer größerer Betriebe Vertrauensleute gewann,
welchen ebenfalls der Vertrieb der Eintrittskarten übertragen
werden konnte, so gelang es ohne die Benutzung öffentlicher
Verkaufsstellen in der ganzen Stadt die Eintrittskarten bei
den Arbeitern unterzubringen.
Bei den Volksanfführungen beschränkt man sich zunächst
darauf, den Arbeitern musikalische Genüsse von hohem Wert
in vollkommener Weise zugänglich zu machen. Das Ver
ständnis für die Konzerte wird, soweit es irgend möglich ist,
durch Vorträge, welche einige Abende vorher stattfinden, zu
wecken gesucht. Indem den Arbeitern die besten Werke
unserer großen Komponisten vorgeführt werden, sollen sie
allmählich Verständnis und Freude an guter Musik gewinnen.
Dem Ausschuß wird alljährlich das für den Winter vorbereitete
Programm zur Genehmigung vorgelegt, wobei Wünsche,
welche die Arbeiter selbst äußern, nach Möglichkeit berück
sichtigt werden. Die Billets, die 40 Pf. kosten, sind gewöhn
lich schon nach wenigen Tagen verkauft, ohne daß irgend
welche Bekanntmachung erfolgt.
Der Andrang zu diesen Konzerten ist von Jahr zu Jahr
gewachsen. Während anfangs vier und dann sechs Konzerte
in einem Winter veranstaltet wurden, hat ihre Anzahl im
vorigen Winter auf acht erhöht werden müssen, um den Be
dürfnissen nur einigermaßen entgegenzukommen. Aber auch
damit konnten sie noch lange nicht befriedrigt werden, denn
es mußten noch immer eine größere Anzahl von Bewerbern
um Karten zurückgewiesen werden. Bei 8 Aufführungen im
Jahre beträgt die jährliche Besucherzahl 20 000. Es wird