Verzeichnis des einschlägigen Schrifttums.
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problem. Während aber bei den allmählich groß gewordenen Betrieben die
Organisation eng mit den gegebenen Umständen (Stoffe, Kräfte, Arbeitsweise,
Raum usw.) verknüpft ist und mit ihnen rechnen kann, fehlen obendrein diese
Anhaltspunkte bei den Großgründungen. Sie legen vielmehr zunächst — auf
Grund der Erfahrungen anderer Großbetriebe, die aber zumeist eben langsam groß
geworden sind — einen Plan der Organisation an, den sie dann im Verlauf der
geschäftlichen Tätigkeit fortdauernd den sich nun klar zeigenden wirklichen Ver
hältnissen anpassen. Sie befinden sich, um sich behaupten zu können, dauernd in
„einer Art schleichender Gründung, einer ständigen Umorganisation“ 1 . Hier ist
also der Organisationsplan ausschlaggebend, ohne ihn wäre die Gründung nicht
denkbar, während bei den allmählich wachsenden Betrieben die organisatorischen
Überlegungen allmählich, im Verlaufe des Betriebes, sich ergeben. Daraus werden
die Unterschiede erklärlich, die sich häufig zeigen; Abteilungen, die entweder zu
groß oder überhaupt unorganisch im Betriebe sind, unzweckmäßige organisato
rische Einrichtungen, fehlendes Gleichmaß der Arbeit. Auch bei den allmählich
gewordenen Betrieben zeigen sich diese Mängel, und sie haben ihren Grund ebenso
in den sich ändernden Verhältnissen. Allgemein aber ist hier die Einstellung des
Betriebes auf Gleichstand und Gleichablauf — eine der schwierigsten organisato
rischen Fragen — leichter möglich, da Erfahrungen vorliegen bzw. die Umstände
selbst eine ganz bestimmte Art notwendig erzwingen. Grundsätzlich falsche Maß
nahmen der Einrichtungen organisatorischer Art sind bei den lange bestehenden
Betrieben nicht denkbar.
Verzeichnis des einschlägigen Schrifttums.
Anmerkung: Das hier gebotene Verzeichnis Ist nicht vollständig; besonders an Einzeldarstellungen
bestimmter Gebiete und Firmen ist noch eine große Zahl von Schriften vorhanden, die z. T. auch
verwertet wurden.
Bücher und Zeitschriftcnartikel.
Areboe: Kleine landwirtschaftliche Betriebslehre. Berlin 1930.
Alford-Frölioh: Handbuch für industrielle Werkleitung. Berlin 1930.
Atzler u. a.: Arbeit und Ermüdung. Berlin 1927.
AWP.-Arbeitsvorbereitung, Ausarbeitung und Verwaltung der konstruktiven Unterlagen.
Berlin 1927.
AWF. — Schulz-Mehrin; Die industrielle Spezialisierung. Berlin 1920.
AWV. — Einheits-ABC-Regeln. Berlin 1926.
Bader-Zeidler: Vertriebshandbuoh für industrielle Betriebe. Berlin 1931.
Baumgardt: Leitung von Bankbetrieben. Dortmund 1927.
Baumgarten: Psychologie der Mensohenbehandlung im Betrieb. Halle 1930.
— Die Berufseignungsprüfungen. München-Berlin 1928.
Beck; Der gemischte Betrieb im deutschen Verlagsbuohhandel. Stuttgart und Berlin 1912.
Bergler : Der Markenartikel o. J.
Bergmann: Verwaltungsprobleme im Industriekonzern. In: Festschrift Sohmalenbach.
Leipzig 1933.
Beste: Die optimale Betriebsgröße. Leipzig 1933.
— Verwaltungsaufbau und betriebliches Rechnungswesen; in: Festschrift Schmalenbach.
Leipzig 1933.
Bernicken: Bankbetriebslehre. Stuttgart 1926.
Boesel: Die Lochkarte im Fabrikbetrieb. Berlin o. J.
Bogdanow: Allgemeine Organisationslehre, 1. und 2. Band. Berlin 1926.
Brake: Werkzeugmaschine und Arbeitszerlegung. Berlin 1911.
Brasch: Betriebsorganisation und Betriebsbereohnung. Berlin 1928.
Bredt: Betriebsuntersuchung, Wege und Formen. Berlin 1931.
Briefs: Probleme der sozialen Betriebspolitik. Berlin 1930.
•— Betriebssoziologie. In: Handwörterbuch der Soziologie. Stuttgart 1931.
Brüggl: Der Einfluß des Markenartikels auf die Funktionen des Handels. Wien 1934.
deBruyn: Die Arbeitsteilung. Zürich 1925.
Bucerius: Grundlagen der rationellen Betriebsführung. Karlsruhe 1927.
1 Lohmann: Der Wirtschaftsplan des Betriebesund der Unternehmung, S. 5.