Contents: Baugenossenschaften und der Berliner Spar- und Bauverein

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Sie erhebt nicht den Anspruch, allein imstande zu sein, ein 
derartiges soziales Problem zu lösen, jedoch ist ihre Mit 
wirkung und der Beitrag, den sie zur Lösung liefert, immer 
hin nicht zu unterschätzen. Sie hat für den Bau kleiner 
Wohnungen ein mustergültiges Vorbild geschaffen, und sie 
hat damit für einen großen Kreis der arbeitenden Bevölkerung 
ein erhöhtes Wohnungsbedürfnis erweckt, dem auch der 
Privatunternehmer nachzukommen suchen muß. Die Leute, 
welche einmal eine Wohnung des Spar- und Bauvereins inne 
gehabt haben, werden eben höhere Ansprüche an die Woh 
nungen stellen, und je mehr es der Genossenschaft gelingt, 
diese Ansprüche zu steigern und auf weitere Kreise auszu 
dehnen, desto mehr trägt sie dazu bei, daß der alte un 
genügende Typus der kleinen Wohnung zurückgedrängt und 
beseitigt wird. Wir brauchen hier im einzelnen nicht noch 
einmal die Vorzüge, die den Wohnungen der Genossenschafts 
häuser eigen sind, hervorzuheben. Wir haben gezeigt, welch 
einen bemerkenswerten Fortschritt sie repräsentieren, und 
trotz aller Vorzüge dieser Wohnungen sind die dafür ge 
zahlten Mieten nicht höher, sondern eher noch geringer als 
die, welche für gleichgroße Wohnungen in Privathäusern ge 
fordert werden. Der Verein war imstande, eine bessere 
Wohnung für einen mäßigen Preis zu liefern, weil er keine 
hohe Verzinsung des Anlagekapitals anzustreben brauchte. 
Billiges Baukapital wurde ihm von der Alters- und Invaliditäts 
versicherungsanstalt in Berlin, von der Pensionskasse der 
Eisenbahnarbeiter und auch von Privatleuten zur Verfügung 
gestellt, und es ist durch sein Statut ausgeschlossen, daß er 
jemals eine höhere Dividende als A % zu bezahlen braucht. 
Im allgemeinen befindet sich der Privatunternehmer allerdings 
nicht in einer so günstigen Lage, und wenn man von ihm 
fordert, daß er besseres als bisher leisten soll, so müssen 
auch für ihn die Bedingungen günstiger gestaltet werden. 
Bei der steigenden Nachfrage nach kleinen Wohnungen ist die 
Privatbautätigkeit durchaus nicht zu entbehren, sie ist viel 
mehr ein höchst wichtiger Faktor. Wenn man an sie die An 
forderung stellt, daß sie bei dem Bau der Wohnungen dem 
von dem Spar- und Bauverein gegebenen Vorbild nach 
kommt, so dürfte wohl auch die Folgerung der Hausbesitzer
	        
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