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einem auf die Natur und den Menschen sich beziehenden, die körperlichen
Kräfte zugleich entwickelnden Geschäfte, den Nutzen, den Körper zu stärken,
den praktischen Geschäftssinn zu beleben, und das Nichtige des toten
Buchstabens und der Papiertätigkeit kennen zu lehren.“ 1782 wird er
zum Oberbergrat ernannt. 1784 ist er Direktor der westfälischen Berg⸗
werke und Fabriken. Sofort erfolgen von ihm Reformvorschläge. 1785
erhielt er ganz unerwartet den Auftrag als preußischer Gesandter nach
Mainz, Zweibrücken und Darmstadt zu gehen. Er bittet um seine
Zurückberufung, da er „der Diplomatie immer abgeneigt war, wegen
seines Hanges zur Unabhängigkeit, Offenheit und Reizbarkeit“. Die
Bergwerksreform wurde fortgesetzt. Das Angebot einer Gesandtschaft
nach dem Haag, dann nach Rußland, schlägt er aus.
1788 wird der 30 jährige erster Direktor der Kriegs⸗ und Domänen⸗
kammer in Kleve. Es ist dies ein wichtiger Moment in Steins Leben,
daß er gerade zu diesem Amte berufen wurde. Hier bei den Ständen
in Kleve und Mark lernt er eine lebenskräftige Selbstverwaltung kennen.
Es bestanden hier z. B. noch Überreste altgermanischer Gemeindefreiheit
in den bäuerlichen „Erbentagen“. 1796 erhält er das Oberpräsidium
von Westfalen. Zunächst in Minden, geht er 1802 nach Münster. Hier
unter den freien Bauern der roten Erde und dem stolzen alteingesessenen
Adel fand er eine zweite Heimat, „bei Wind und Wetter imner selbst
zur Stelle, um nach dem Rechten zu sehen, herrisch durchgreifend, rastlos
anfeuernd, aber auch gütig und treuherzig— durch und durch praktisch,
nicht minder besorgt um die Kühe der kleinen Kötter, wie um die Wasser—
wege für die reichen Kohlenwerke — ein rechter Edelmann, vornehm
zugleich und leutselig, großartig in allem, ein kleiner König seiner
Provinz“.
Für uns ist noch wichtig, zu erwähnen, daß er sich hier wie schon
in der Mark das erste mal naͤher mit der Verfassung der Städte seines
Bezirkes befaßt, ohne natürlich zu grundlegender Reform gelangen zu
können. Während seiner Mindener Zeit ist er wahrscheinlich auch das
erstemal mit dem anderen großen Charakter aus den großen Männern
jener Zeit, mit seinem spaͤteren Mitarbeiter Scharnhorst, zusammen—
gekommen.
1804 wird er zum Finanzminister ernannt. Nur ungern verläßt
er sein geliebtes Westfalen.
1806 erfolgte dann der Zusammenbruch des Staates. Stein
rettet mit großer Umsicht die saͤmtlichen Geldvorräte der königlichen
Kassen, sowie die der ihm unterstehenden Bank und Seehandlung. Ein
Tag Verzug hätte ihren Verlust zur Folge gehabt; mit ihrer Hilfe wurde
der Krieg bis zum Tilsiter Frieden fortgesetzt.
Gegen Ende des Jahres entspinnt sich der Konflikt mit dem König,
da Stein die Beseitigung des zwischen Ministern und König stehenden