Wenn die Schaffung dieser großen Organisation nicht
als ein gefährliches Experiment, als ein Sprung ins Dunkle
aufgefaßt zu werden braucht, so verdanken wir das dem Umstande,
daß ein großes Vorbild für ihre Bildung vorhanden
ist. Sein Werdegang und seine Weiterentwicklung sind in
hohem Maße aufschlußgebend für die technischen und wirtschaftlichen
Aussichten des neuen industriellen Gebildes,
Dieser Vorgänger ist die. -
United States Steel Corporation.
Es war am 25. Februar 1901, als zahlreiche hervorragende
Eisenindustrielle der Vereinigten Staaten in Verbindung mit
den ersten Bankhäusern der Union den Entschluß faßten,
annähernd die Hälfte aller damals in den Vereinigten Staaten
existierenden Eisenerzeugungs- und Weiterverarbeitungswerke
in einer großen Organisation zu vereinigen. Es wurden in
der Gesellschaft zusammengefaßt 149 Eisenwerke der ver-Schiedensten
Art, welche 78 Hochöfen, mehr als 1500 km
Eisenbahn und eine Flotte von 120 Schiffen besaßen nebst
weit ausgedehnten Berechtigungen zur Ausbeutung von
Eisenerz- und Kohlenlagern und großartigen Naturgasquellen
sowie allem Zubehör, welches zur Eisenerzeugung und -weiterverarbeitung
erforderlich ist. Die jährliche Leistungsfähigkeit
dieser Werke betrug damals etwa 7% Millionen Tonnen
Roheisen, etwa 9% Millionen Tonnen Rohstahl, etwa
7,7 Millionen Tonnen fertige Stahlprodukte.
Die Schaffung der Gesellschaft erforderte die Ausgabe
eines Kapitals von fast 1400 Millionen $, einer Summe, die
in der damaligen Zeit ganz unvorstellbar erschien.
Unter den 149 ehemals selbständigen Werken befanden
sich gut und weniger gut arbeitende, und es gab damals in
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