Full text : Die drei Nationalökonomien

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können außerordentlich klärend wirken und haben so gewirkt: von
dem Satze an, daß das Ausmaß unseres Reichtums durch den Umfang
 der Urproduktion bestimmt wird bis zu der Erkenntnis, daß
ein Land auf die Dauer nur Tribute zahlen kann, wenn es entweder
eine aktive Zahlungsbilanz hat oder Gelder von fremden Völkern
aufnimmt. Das sind echte und wichtige Gesetze, denen die Dignität
der Notwendigkeit zukommt.
2. Die wesensmäßige Gesetzmäßigkeit, die zu Strukturgesetzen
 führt, betrifft die Glied-Ganzes-Beziehung (&\ov, totum).
Wir vergegenwärtigen uns folgendes:
„Ein Ganzes (ist) in vollem und eigentlichem Sinne ein durch die
niedrigsten Gattungen der ‚Teile‘ bestimmter Zusammenhang. Zu
jeder sachlichen Einheit gehört ein Gesetz. Nach den verschiedenen
Gesetzen, mit anderen Worten: nach den verschiedenen Arten von
Inhalten, die als Teile fungieren sollen, bestimmen sich verschiedene
Arten von Ganzen.‘

„Die Idee der Einheit oder des Ganzen ist auf die der Fundierung
und diese wieder auf die des reinen Gesetzes gegründet.‘ 127
Wir können. also von einer wesensmäßigen Gesetzmäßigkeit
sprechen, wenn wir die notwendige Verbundenheit bestimmter
„Glieder“ mit bestimmten ‚Ganzen‘ wahrnehmen, oder wie ich
lieber sagen will: die notwendige Zugehörigkeit einer bestimmten Erscheinung
 zu einem bestimmten Sinnzusammenhange, da „Ganze‘“ im
Bereiche des Geistes immer Sinnzusammenhänge sind. Das Glied-Ganzes-Verhältnis
 können wir auch als Struktur bezeichnen und
können deshalb von Strukturgesetzen sprechen.
Hierher gehören also Feststellungen wie diese: das Gewinnstreben
ist ein notwendiger Bestandteil des kapitalistischen Wirtschaftssystems;
 oder: der Kapitalismus kann sich nicht ausdehnen, ohne das
Proletariat zu vermehren; oder: in einer Expansionskonjunktur ist
die Hausse die notwendige Voraussetzung des Niedergangs; oder:
in. jeder Wirtschaft bilden Produktion — Transport — Verteilung
— Konsumtion einen notwendigen Kreislauf.

427 Husser], Logische Untersuchungen 22%, 282. Vgl. Meidegger, Sein
und Zeit. 2. Aufl. 1926. S. 244.
Xombart. Die drei Nationalökonomien
            
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