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Schuß aus dem St. Jmmertal (Taubenloch bei
Biel), die Balstalerklus und die Schlucht des Seyon
quer durch den Chaumont bei Neuenburg. Sie
sind von den Flüssen geschaffen worden. Bei der
langsamen Auffaltung des Gebirges vermochte der
Fluß im gleichen Maß sein Bett quer durch die
Falte einzugraben, wie sich unter ihm der Boden
hob; zu beiden Seiten wuchs die Faltung immer
hoher, während der Flußlauf in seiner frühern Lage
blieb. Die Klus ist von dem Längstal stark ver
schieden. Auf ihrem engen Grund bleibt stellen
weise neben dem Bach kaum mehr genügend Raum
für die Straße. Schroff ansteigende und kühn ge
formte Felswände schließen das Tal ein; wie in
einem Querschnitt durch das Gebirge liegen hier
die verbogene» Felsbänke zu Tage und lassen in
schönster Weise den Faltenaufbau erkennen. Weil
die Klüsen und Längstäler meist im rechten Winkel
aufeinandertreffen, so müssen die Flüsse und
Straßen im Zickzack den Ausgang aus dem Ge
birge suchen, wie der Lauf der Birs cs zeigt.
Nicht überall besteht der Jura aus parallelen
Ketten und Tälern. Nördlich des St. Jmmer-
tales im Berner Jura hat die Verwitterung das
Plat«auj»ra Gebirge zu einer welligen Hochfläche, dem Plateau
der Freiberge, umgestaltet. Jin nördlichen Teil der
Kantone Basel und Aargau und im Kanton Schaff
hausen sind die Jurahöhen nicht durch Auffaltung
entstanden; die Kalkstcinbänkc liegen hier fast wag-
recht; es ist der Tafeljura. Tief eingegrabenc Fluß
täler mit den stark verzweigten Seitentälern zer
legen das ganze Plateau in zahlreiche Bergrücken;
so das Tal der Ergvlz, das Fricktal und die Täler
des Randen im Kanton Schaffhauscn.
Aus der Ferne gesehen erscheint der Jura als
Maid j,( aiie g Gebirge. Das rührt von dem Tannenwaldc
her, der die niedrigen Kuppen vollständig umkleidet