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Aug für die Ob jtiultur ijt das Klima des Landes gut geeignet:
Pfirfiche, AWprikojen, Äpfel, Birnen, Kirjdhen, AWpfellinen, Zitronen,
Quitten, Feigen und Granatäpfel gedeihen gut, finden aber vieler-
orts noch nicht eine wirklich rationelle Pflege. Im Batumgebiet wer-
den jährlig 15000 Bud Oliven geerntet, von denen aber nur ein
feiner Teil zu OI verarbeitet wird, iroßdem dies von ausgezeidhneter
Qualität ijt. Gemüfe wird meijt für den eigenen Bedarf angebaut,
jtellenweife, wie in der Gegend von Kutais, Hatte fidh ein Export nad)
Rußland anzubahnen begonnen.
In den legten 20 Jahren Hatte fi zuerft in der Gegend von
Batum und dann auch in Gurien eine einhHeimi[de Teeproduktion
entwidelt, die immer mehr Bedeutung gewinnt. Geerntet wurden 1914
auf 892 Hektar 689382 kg grüner Blätter.
Die Tabakerzeugung ijt hHauptjäclig im Kubangebiet, im
Kreije Sudhum und in der Gegend von Tiflis konzentriert. Die Aus-
beute an wertvollem türkijden Tabak betrug 1915: im Kubangebiet
rund 1354000, im Kreije Sudhum 500000 Pud und im übrigen Kau-
fafus 263000 Bud, zujammen 2117000 Pud. Davon wird nur ein
geringer Teil im Lande felbjt verarbeitet. Georgien allein produzierte
jährlidg) mehr als 6 Millionen Kilogramm; gegenwärtig hat ji ein
Borrat von 17 Millionen Kilogramm angelammelt, der der AWus-
juhr harrt.
Viehzucht. Abfolut genommen ijt der Kaukafus reid an Bieh:
man 3ählt etwa 2 Millionen Pferde, 6 Millionen Rinder, 12 Mil-
lionen Schafe und Ziegen. Davon wies Iranskaukajien mit feinen
3 Millionen Dekjatinen Winter: und 5,5 Millionen Dekjatinen Sommer-
weiden auf: 3333000 Stüd Rindvieh, 14000 Kamele, 6,7 Millionen
Schafe und Ziegen, 300000 Schweine. Die Viehzucht ijt zweifellos
nod) bedeutend intenjiver zu betreiben — durd) planmäkige Bekämp-
fung der Seuchen, die unter den Herden große Verheerungen anrichten,
dur rationellen Futterbau und Ausfaat geeigneter Pflanzen auf dem
„Unland“, dann aud durh Erfhliekung neuen bewälferten Landes
und durh Übergang der Nomaden zur fekhaften Lebensweije. In
der Gegend von Kars und BortjHalinjE hat neuerdings die Käjewirt-
jhaft einen Auffhwung genommen — 75000 Pud Käfe wurden jähr-
lid exportiert. Aud) die Produktion von Honig, der fehr Ihmad-
haft ilt, Iäbt fig mit Leichtigkeit noch jteigern.
Die FildhHerei iit in den Meeren und Flüjfen ergiebig (auch
am wohljdmedenden Sterlett), dagegen arm in den meilt Talzreichen
Binnenfeen.
Groß ijt der Neidtum des Kaukajfus an Wäldern, welde viele
Iojtbare Holzarten, wie Nukbäume, Eiden, KIaukajilde Palmen u. a.
enthalten, deren Ausbeutung bei rationeller Foritwirtihaft aroken