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Für sämtliche Alter als Ganzes genommen erwartet man also
1527 Sterbefälle, von denen 29 und 7, d.h. 19,0 und 4,6 %o, jeweils
dem Alkoholismus und Selbstmord zuzuschreiben sind.
Man kann nun sämtliche Gewerbegruppen auf einmal nach der
Größe derjenigen Bruchteile der erwarteten Anzahl Sterbefälle, die
dem Alkoholismus und Selbstmord zuzuschreiben sind („Standard-
sterblichkeit“), verteilen und die dabei erhaltene Korrelationstabelle
einer weiteren Untersuchung unterziehen. Wie in dem im $ 336
behandelten Beispiel ist hier eine der am nächsten liegenden Auf-
yaben die, die Regression zu untersuchen, indem z, B. die durch-
schnittliche Selbstmordsterblichkeit für Gruppen mit gleicher Alkohol-
sterblichkeit!) berechnet wird; es ergeben sich dann folgende Zahlen‘
Standardsterblich-
zeit auf Grund des
Alkoholismus
)— DD
A]
f
5—
9.
DD
31
und
Zusammen
! CR
Anzahl Sterbefälle xt auf Grund von
in jeder Gruppe &alhstmord
76.
Q
‘)
a
O6
Die Korrelation zwischen Selbstmord und Alkoholismus ist in
die Augen fallend. Gewerbearten, in denen der Alkoholismus eine
bescheidene Rolle spielt, weisen wenige Selbstmordfälle auf, und umge-
kehrt; aber die Bewegung verläuft unregelmäßig und auf jeden Fall
nicht geradlinig, und eine Berechnung des Korrelationskoeffizienten
als auch überhaupt eine Ausgleichung der Regressionskurven nach
irgendeiner Formel ist daher nicht allein mühsam, sondern auch wenig
verlohnend.
348. Ein hiermit verwandtes Problem ist die Frage nach dem
Zusammenhang zwischen der Häufigkeit der Totgeburten einer-
seits und dem Alter der Mutter oder der Geburtsnummer
andererseits. Ein dänisches Beobachtungsmaterial scheint hier
zu zeigen, daß diese Häufigkeit mit dem Alter der Mutter wächst und
ebenfalls — auf jeden Fall nach der zweiten Geburt — mit der Ge-
') H. Westergard, Die Lehre von der Mortalität, 2. Ausg., Jena 1901,
5. 660. Ein ähnliches Resultat erhält man auch nach den Erfahrungen im „Supp-
lement to the 75th annual Report for 1910—12“: vgl. die Fußnote auf S. 403.