fullscreen: Die Untersuchung landwirtschaftlich und gewerblich wichtiger Stoffe

Untersuchung der Mineralhöden. 
59 
iipr iedesmaligen Lufttemperatur 
im Verlaufe von einigen Tagen unter Beohac i ' er anderungen ermittelt, bis 
werden durch mehrfache Wägungen die etwaigen irei Ueibt . Durch Trocknen 
das Gewicht hei ziemlich gleicher Temperatur as o el V ; scbes oder mechanisch ah- 
der Probe hei 100« erfährt man sodann, wievxel hygroskopi. 
sortiertes Wasser der Boden im lufttrocknen 
Zustande hei mittlerer Temperatur zurück- 
zuhalten vermag. Von Interesse wird es 
auch sein, das Verhalten des lufttrocknen 
Bodens heim Trocknen über Schwefelsäure 
(unter der Glasglocke), sowie hei mäßig 
erhöhter Temperatur, unter dem Einfluß des 
direkten Sonnenlichtes, öder besser auf die 
Weise zu ermitteln, daß man die Gewichts- , 
abnahme bei künstlich erhöhter, aber gleich 
mäßig andauernder Lufttemperatur, z- B. 
bei 20°, bei 30° und bei 40° genau beo 
bachtet. 
Zu einem ähnlichen Ergebnis bei ver 
gleichenden Untersuchungen wird man ge 
langen, wenn man die abgewogene Boden 
probe in dem Zinkkästchen zunächst bei 
100° oder über Schwefelsäure austrocknet 
und dann die Gewichtszunahme beobachtet, 
welche bei mittlerer Lufttemperatur durch 
Absorption von Feuchtigkeit aus der um 
gebenden Luft bedingt ist. 
Bei ziemlich "gleichem Humusgehalt 
verschiedener Bodenarten steht die Menge es 
absorbierten und von dem lufttrocknen B° ( en 
zurückgehaltenen Wassers im nahen Zu 
sammenhänge mit der Menge des vorhandenen 
Tones. Durch Zunahme der Humussuhstanz 
erhöht sich die in Bede stehende Eigenschat 
des Bodens beträchtlich, so daß ein humus 
reicher Sandboden oft ebensoviel und mehr 
Feuchtigkeit im lufttrocknen Zustande zurüc 
hält, als ein humusarmer Tonboden. Die Mengen 
der von verschiedenen Bodenarten hei gleio er 
Lufttemperatur absorbierten oder zurückge 
haltenen Feuchtigkeit schwanken sehr bedeutend 
und bewegen sich im allgemeinen in en 
Grenzen von 0,6 und 7 °/ 0 des wasserfreien 
Bodens. Beim Trocknen über Schwefelsäure bei 
gewöhnlicher Temperatur bedarf es einer Zei 
von 4-7 Tagen, bis ein gleiclihleihendes rlust ist dann um 0,2—l,ö°/o S enng ’ 
wicht eintritt, und der stattgefundene Go , _ 
als wenn das Trocknen hei 100° vorgenommen mit Wasserdampf gesättig 
b) Der lufttrockne Boden vermag m einem ^J^uchtigkeit aufzunehmen. 
Baum bei gleicher mittlerer Temperatur n lufttrockne Probe von a 
Um hierüber Auskunft zu erhalten, wird Boden mit Wasser 
in dem flachen Zinkkästchen über ein e luftdicht abgeschlossen. a 
bedeckt ist. und das Ganze mittels einer Glasglocke 
Fig. 11. 
Apparat zur Bestimmung der Filtrations 
fähigkeit des Bodens.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.