Full text: Versand- und Zollvorschriften im Verkehr mit dem Ausland [Im Aufl. d. Bergischen Industrie u. Handelskammer zu Reimacheid zusgest u. bearb von d. Zollauskunftstelle d. Handelskammer]

Hige, SGeburtenrüdgang und Sozialreform 
Shemnig . . . . von 29,7 auf 16,6, d.i um 138,1 
Nürnberg . 26,0 „ 15,9 „„ #101 
Reipzig . 235 „ 138 „u nn 97 
Augsburg - 271 „ 178 „u 23 
München 228 „ 13,7 4m > 1 
Dresden . 20,0 „ 11,6 % 
Straßburg 20,8 „ 12,7 „wow 
Breslau . 24,4 „ 167 4% m 
Mainz . .. 19,55 „ 121 „un 
Düfleldorf . 19,7 „ 125 „m 
YNaden . . . 20,9 „ 14,0 »„ 
Sin .. 0.4 221 „ 154 % n 
Stutigart .... „ 195 „ 1380 „, 
SHrankfturt a. M.. „ 16,6 „ 102 „„ 
ofen ..... „ 240 „ 176 „4 
Berlin... 0.0 „ 20383 „ 140 „u mn 
Rarlsruhe. ... „ 205 „ 142 „nm 
Bremen .... „ 1A „ UB „won 
Günftig ftehen noch Barmen (1904: 18,9, 1918; 9,9), Hamburg (1904: 16,7, 
{918: 11,4). — Yu München betrug 1871 die Säuglingsfterblidhkeit noch 41,7 Prozent 
der Lebendgeborenen, 1913 nur mehr 18,9 Prozent. 
Was fich bei forglamer Pflege und Aufficht erreidhen Iäßt, beiweift Hamburg, wo bie 
Sterblichteit der von der Stabt in Familienpflege gegebenen Säuglinge 1901 noch 
17,3 Brozent, 1907/09 dagegen nur noch 1,85 Prozent betrug. Berlin Hat fogar mit 
1,7 Prozent Hamburg überholt.) 
Diele Statiftik erweift, mit meldhem Erfolge die in diejer Zeit naddrüd- 
fi einfebende Säuglingsfürfjorge die Sterblichteit vermindert 
hat; fie ft zugleich aber au eine dringende MaHnung, mehr 
al8 bisher auch auf dem Lande und in der Kleinjtadt dieje Fürforge frucht- 
bar zu machen. Daß dem Lande auch Heute noch an und für fidh der Bor- 
zug gebührt, beweift (1912) 3. B. Walde mit 6,6 Prozent der ehelichen 
Kinder, Heffen-Najjaw 8,4 Prozent, Lippe 9,2 Prozent. € ijt auch be- 
zeichnend, daß die Sterblichteit der unehelihen Kinder in Deutichland 
itärfer gefallen it: 
von 33,9 im Jahre 1901 auf 23,7 im Jahre 1913 
13 die ehelichen: ; 
als die ehelich von 19,4 auf 14,2. 
Das Ausland Hat un auf dieferr Gebiete weit überholt. Mit unferer 
DurchlHnittsziffer (ehHelihe und unehelidhe umfafjend) von 15,1 der Lebend- 
geborenen (1913) bleiben wir Jelbft Hinter Italien (12,8) zurück, während 
Belgien (12), die Schweiz (12,3), Frankreich (10,4), Niederlande (8,7), 
England (9,5), Schweden (7,2), Norwegen (6,8) unz weit voraus find.?) 
Die Zahl der im erjten Lebensjahr gejtorbenen Kinder betrug in Deutidh- 
(and 1913: 277 196.3) Davon waren 41 924 unehelich. 1914 war die Zahl 
1) v. Behr-Binnow 84. 3 -Sahrbuch 1915, 20%, *) Yahrbuch 1916, 10.
	        
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