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des Vaters reichte nicht aus; Frauen und Kiuder mußten
in die Fabrik ziehen, um durch ihren Verdienst den Lohn
für die Familie ausreichend zu machen. So kamen die
proletarischen Frauen in die Betriebe hinein, Hre Zahl
vergrößerte sich mehr und mehr.
Und dadurch änderte sich der Inhalt des Geistes die—
ser Frauen. Der sozialistische Gedanke, eine Bite der
Ar beit, die sie verrichten, ist auch u ihre Köpfe ge⸗
drungen. Die proletarischen Frauen sind in einigen Laͤn—
dern, wie in Deutschland, schon eine gute Strecke auf dem
Wege der sozialistischen Organisation fortgeschritten; in
allen kapitalistischen Ländern haben sie angefangen, die⸗
sen Weg zu gehen. Die Arbeiterfrau, die jügendliche Ar—
beiterin sind Mitkämpferinnen des Mannes in der politi⸗
schen Partei und in der Gewerkschaft geworden! Welcher
Unterschied gegen früher, als die Frau die Kleider flickte,
wusch, für den Haushalt und die Kinder sorgte und sonst
weiter nichts tat!
Und im Kopfe der sozialistischen Arbeiterfrau lebt auch
der Gedanke an eine Zeit, wo das Maͤdchen und die Freu
gesellschaftlich vö lIig seibstaändig, als Produzentin vo
lig frei dastehen wird. In der Gesellschaft der Zukunft
wird niemand, weder Frau noch Mann, einen Herrn
haben, weder in der Ehe, noch in der Werkstatt, nirgends
Als Freie und Gleiche werden die Individuen üeben—
einander stehen
Auch dieser Gedanke ist der Frau vom Produktions
prozeß eingegeben worden.
Auch die bürgerliche Frau strebt nach Befreiung. Und
auch bei ihr stammt dieser Gedanke aus dem Produktions—
prozeß. Denn als die Großin dustrie emporgekommen
war, verringerte sich erstens die Arbeit der Frau im Haus
halt Die Großindustrie produzierte die verschiedensten
Dinge, wie Licht, Wärme, Kleider, Lebensmittel, so billig,
daß man sie nicht mehr zu Hause machen oder bereiten
wollte; zweitens wurde die Konkurrenz so scharf, daß die
Frauen und Töchter aus dem Kleinbürgertum mitverdie
nen mußten und in der Schule, im Kontor, im Fernsprech—
amt, in der Apotheke usw. eine Stellung suchten; drtteus
hat unter der Bourgeoisie die Zahl der Ehen infolge des
heftigen Kampfes um die Existenz, infolge der höheren d
bensansprüche und der Sucht nach Genuß und Durus 46
genommen. Alles Folgen der modernen Produktious—
weise
Der Geist des bürgerlichen Mädchens ist dadurch auf
größere gesellschaftliche Bewegungsfréiheit gerichtet ihr