258
Herzoglichen Kammer verwaltetes Kapital von 3075 Thlr. und die
Zinsen von dem Gräflich Kospothschen Kapital.
Gymnasium zu Oppeln,
aus dem ehemaligen dortigen Iesuiten-Seminarium und der katholischen
Stadtschule hervorgegangen. Jetzt eine Königliche (katholische) Anstalt,
welche unter ihren Einnahmen 5146 Thlr. aus Stiftungs-und ähnlichen
Fonds bezieht. 5 vom Kardinal v. DieP en brock gestiftete fürst
bischöfliche Stipendien für utraquistische Gymnasiasten katholischer Kon
fession; Stiftung der Gesellschaft der Freunde für jüdische Schüler.
Alkersche Prämien-Stiftung. (Wiese S. 200.)
Gymnasium zu Paderborn.
Aus einer alten Dom-Schule hervorgegaugen, seit 1614 von Jesuiten
geleitet und nach dem damaligen Fürstbischof Theodor v. Für stenberg
„Gymnasium Theodorianum" genannt, seit Aufhebung des Jesuiten-
Ordens zum Theil aus den Einkünften desselben (dem jetzigen Pader-
borner Studicn-Fonds) unterhalten. 17 Stipendien bischöflicher Verleihung
bon 30—50 Thlr. für arme Schüler, 1 Stipendium aus dem Gym-
nastal-Fonds. (Wiese S. 316.) S. Knaben - Seminar, Freih. v.
L edebu r-Wichcln rc.
Gymnasium zu Potsdam,
aus einer alten, von König Friedrich Wilhelm I. 1738 erweiterten
lateinischen Schule hervorgegangen; Gymnasium seit 1812. Mehrere
Stipendien für Studircnde; Büttnersches Vermächtnis; für arme
Schüler, und seit 1827 eine Lehrer-Wittwen- und Waisen-Kasse mit
4000 Thlr. Kapital (Wiese S. 110). Städtische Freistellen bestehen
5 pCt. der ganzen Frequenz, aus den Fonds der Eiseuhardtschen
Stiftung sind 7j begründet. Vgl. v. Nohdich.
Gymnasium zu Prenzlau.
Aus einer alten, 1543 gegründeten Schule hervorgegangen und mit
Real-Klassen versehen. Gymnasium seit 1812. Mit 27 städtischen
Freistellen und 2, welche von den Kreis-Stauden verliehen werden.
(Wiese S. 139.) Vgl. v. Winterfeldt. Pensions-Fonds mit 3700 Thlr.
Kapital.
Gymnasium zu Quedlinburg.
Von der Aebtiffin Anna II., Gräfin zu Stolberg 1540 als eine luthe
rische Schule gestiftet. Die Anstalt hat 17000 Thlr. Kapital und
mehrere Schul-Stipendien aus der Kloster Bergeschen Stiftung, aus
einem Vermächtniß des Reg.-Raths Volk von 1000 Thlr. und aus
einer 1855 zu Ehren des Prof. Dr. Jhlefeld gegründeten Stiftung
mit 2700 Thlr. Kapital (Wiese S. 300). Ja cobisches Stipendium
(1811) von jährlich 40 Thlr.
Gymnasium zu Rasteuburg.
Um das Jahr 1546 gestiftet, seit 1817 in der jetzigen Gestalt be
stehend und König!. Patronats. Aus den Mitteln der Anstalt werden