Metadata: Das Jungdeutsche Manifest

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v. Abschnitt 
Die parteüstische Demokratie 
Der Weltgedanke der Demokratie 
Seit mehr als einem Jahrhundert wird die Welt von dem Ruf nach 
der Demokratie erschüttert. Heftige innere Kämpfe haben das Leben der 
einzelnen Völker durchtobt. Die meisten dieser Kämpfe endeten mit dem 
Siege der Demokratie und der Niederlage der Staatsformen, die von ihr 
als undemokratisch bezeichnet wurden. Der Ruf nach Demokratie wurde 
von den Feinden Deutschlands zur angeblichen Kampfeslosung erhoben. 
Die Forderung der Feinde nach der Demokratisierung Deutschlands fand 
Sympathien im eigenen Volke. Nach dem Zusammenbruch von 1918 
wurde die Demokratisierung Deutschlands unter anderem auch mit der 
Begründung vollzogen, daß nur damit der Haß unserer Feinde zu ver— 
söhnen sei. Diese Hoffnung ist bitter enttäuscht worden. Aber noch mehr 
wurde die Hoffnung enttäuscht, in der Demokratie einen glücklicheren 
Zustand für die Ordnung unseres Staates zu finden. Das deutsche Voll 
hat zwar seine Demokratie, es hat seinen demokratisch organisierten Staat 
aber diese Lösung hat keine Zufriedenheit ausgelöst. Auch die anderen 
Staaten der Welt sind nicht befriedigt. Die Verwirklichung der Demokratie 
hat auch ihnen nicht das gebracht, was sie sich ersehnt baben. 
Was ein Jahrhundertlang mit außerordenthichem 
Pomp gepredigt worden ist, hat heute seinen Sinn 
verloren—. 
Die Parlamente nicht nur Deutschlands, sondern auch aller anderen 
Staaten befinden sich in einem Zustand völligen Zusammenbruchs und 
hölliger Verrottung. Es gibt kaum ein Parlament in einem demokratisch 
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