Kern als un u m st öß l i < richtig anerkannt worden),
und ich bin geneigt, mich ihnen anzuschließen. Den Einwänden,
die gegen die Richtigkeit der Lehre erhoben werden,
daß darin die Vermehrung der Nahrungmittel durch
menschliche Arbeit und die abwehrende Kinderzahl bei
steigendem Wohlstand nicht genügend berücksichtigt worden
sind, steht die Tatsache gegenüber, daß die Menschheit trotz
der gestiegenen Produktion einstweilen noch immer jede
neue Ernte ssehnsüchtig erwartet und durch jede Mißernte
in schwere Sorgen gestürzt wird.
Der Kampf um d a s Dasein, d em all es
lebende unterworfen ift, gilt auch für
un s Menschen.
Der Kampf um das Dasein dient zur Erhaltung der
Arten und ist ein wesentliches Glied der Schöpfung. Das
Menschenherz mag sich nach Frieden sehnen, die Natur
will den Krieg. Man kann die von Malthus gegebene
Formel und die von ihm und seinen Anhängern aus
seiner Lehre gezogenen bedenklichen Folgerungen verwerfen.
Die Tatsache, daß die Bevölkerung beständig die
Grenze zu erreichen sucht, die die Nahrungmittel gestatten,
ist nicht zu bestreiten. Der Kampf der Völker um
ihren Anteil an der bewohnbaren Erde wird damit unabwendbar
und muß zu einer Stellungnahme führen, mit
der sich die weltbürgerliche Auffasssung mancher Bodenreformer
nicht verträgt. Das Land unserer Väter ist fast
ganz von Fremdvölkern umgeben, die von Deutschen bewohnte
Gebiete an sich gerissen haben und weitere begehren.
Wer mit unseren Pazifisten meint, daß sie sich
davon durch freundliches zureden abhalten lassen, muß
seine Augen vor der Wirklichkeit verschließen. Die Hoffnung
auf einen Frieden unter den Völkern der Erde ist
]eines Grundries uc ut: '»2 ' J dq lulaze ter Folegaysgche
onomik. Yerlin 1912. S. 36.
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