In solchen Betrieben rechnet man also sowohl mit einem
Materialzuschlag als mit einem Lohnzuschlag. Selbstver-
ständlich sind im letzteren nicht mehr die Unkostenbeträge
erfaßt, die durch die Materialbewegung hervorgerufen
werden. Man setzt sie vor Errechnung der Lohnzuschläge
in vollem Umfang ab.
Es bleiben noch einige Worte über die Verwaltungs- und
Vertriebsunkosten zu sagen, die streng genommen aus dem
Rahmen der eigentlichen Betriebsabrechnung herausfallen.
Ausgehend davon, daß diese Unkosten nicht in einem di-
rekten Verhältnis zur Produktion, also zu den direkten
Fabrikationslöhnen stehen, pflegt man sie auch nicht pro-
zentual diesen Löhnen gegenüberzustellen, sondern ver-
rechnet sie getrennt und setzt sie in ein Verhältnis zum ge-
samten Fabrikationsumsatz. Sie erscheinen daher auch nicht
in der Berechnung der prozentualen Werkstattunkosten;
bei der Behandlung der Nachkalkulation werden wir sehen,
in welcher Weise man sie berücksichtigt.
Die Arbeit der Unkostenabteilung ist hiermit beendet. Sie
hat sämtliche Unkosten einmal nach Arten, einmal nach Ab-
teilungen aufgeteilt und sie schließlich zu den direkten
Löhnen in monatlichen Abständen derart in ein festes pro-
zentuales Verhältnis gebracht, daß wir nunmehr in der Nach-
kalkulation mit der Selbstkostenberechnung der einzelnen
Fabrikate beginnen können.
e) Nachrechnung und Erfolgsrechnung
In der Nachkalkulation laufen nunmehr alle Kostenr
unterlagen zusammen, die sich auf Aufträge beziehen, in
erster Linie also natürlich die Material- und Lohnkosten,
dann aber auch die Unkosten in Gestalt von prozentualen
Zuschlägen, wie sie von der Unkostenabteilung errechnet
worden sind. Da sämtliche Kosten eines Betriebes letzten
Endes von Aufträgen getragen werden müssen, vereinigen
sich hier also die gesamten Erzeugungs-Selbstkosten der
Fabrikation.
19