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kostbarer Metalle Rechnung, so erscheinen die Zahlen îolgen-
dermaBen; Einfuhr 628360 000 Fr., Ausfuhr 711000 000 Fr.
Der Anteil Frankreichs am belgischen Aussenhandel ist
folgender: 4||
1870
1880
1890
1900
1910
1911
1912
An der Einfuhr . . , .
%
25,4
%
20,0
%
19,5
' %
16,9
%
17,5
%
16,4
%
16,B"
„ „ Ausfubr....
33,4
32,7
24,8
22,1
19,6
19,4
19,0
Diese Zahlen lassen einen starken Rückgang erkennen,
insbesondere hinsichtlich der Ausfuhr, Noch sfèirker traie die
Verminderung zutage, wenn wir von den aüfgegebenen Pro-
zenten die Gold- und Silbersendungen, die von Jahr zu Jahr
an Bedeutung gewinnen, in Abzug brachten, 1911 betrugen
diese tatsachlich 25,4 % von unserer Einfuhr und 5,5 % von
der Ausfuhr; für 1912 sind die entsprechenden Zahlen: 30,8%
und 5,4%, für 1913; 37,3% und 10,1%.
An Zoll flossen der belgischen Staatskasse 1912 aus ein-
geführten franzôsischen Erzeugnissen 13,3 Mill. Fr, zu.
England komrnt an dritter Stelle. 1912 verkaufte es uns
für 505 527 000 Fr. Waren und wir sandten ihm für 540285000 Fr,
Verglichen mit Frankreich und vor allem mit Deutschland, ist
es, vom Standpunkte unserer Handelsbiîanz betrachtet °), nur
ein recht mittelmâBiger Kunde, Zur richtigen Beurteilung
unserer Beziehungen zu diesem Lande mulB man mit der Tat-
sache Rechnung halten, daB es für einen grofien Teil unserer
Ein- und Ausfuhr nur aïs Vermittler oder Zwischenperson auî-
tritt, wâhrend Deutschland und Frankreich wirkliche Ablader
und Empfanger sind.
Die Lage nach dem Krîege,
Das war Belgiens Lage vor dem Kriege hinsichtlich seiner
drei Hauptkunden, Seitdem hat die Wirtschaftslage der Welt
durch den Krieg tiefgreiîende Wandlungen erfahrem Die
kriegführenden Lânder, und insbesondere die Verbündeten
(„Entente“-Mâchte) sind vor allem Importeure gewesen, wâh
rend die Ausfuhr infolge der Konzentrierung aller Krâfte auf
B ) Revue internationale des valeurs mobiliaires, 23. 12. 14.