fullscreen: Bankbuchhaltung

Buchhaltungsformen im Bankgeschäft. '1 
läßt sich eine Gliederung des Buchungsstoff es nach 
persönlichem Prinzip durchführen, so daß ein Personen- 
konto (Reichsbank, Filialen, Banken, Kontokorrent, Depositen) 
das „orientierende“ Konto darstelle. Dann würden die Ge- 
schäftsvorfälle der einzelnen Betriebsabteilungen in verschiedenen 
Grundbüchern erscheinen. Die Methoden der Praxis bestehen im 
allgemeinen in einer Mischung des persönlichen und 
sachlichen Prinzips!). Hauptgliederungs motiv ist 
die Gruppierung des Buchungsstoffes n a ch d en verschiedenen 
Geschäfts sparten. Falls das Bedürfnis besteht, den Ver- 
kehr mit einem Institut oder einem Korrespondenten bzw. mit 
einer Gruppe derselben in einem Grundbuch zusammenzufassen, 
so durchbricht man die sachliche Gliederung durch Einschaltung 
von Spezialprimanoten. So führen manche Banken besondere 
Reichsbank-, Postschecz- und Clearingprimanoten. Außerdem ist 
in jeder Buchhaltung eine Kontokorrentprimanota notwendig, in 
welcher Überträge von einem Personenkonto auf ein anderes 
vermerkt werden (Giro- oder Übertragsprimanota). Oft nimmt 
diese auch den Verkehr mit jenen Sachkonten auf, die nur einen 
geringen Umsatz aufweisen, und für die deshalb keine besonderen 
Grundbücher eingerichtet sind ?). 
Die Weiterleitung der Grundbuchungen zu m 
Hauptbuch geschieht bei fast allen Bankbuchhaltungen durch 
Vermittlung eines Sammelbuches, das in der Praris oft fälschlich 
als Journal bezeichnet wird. Die Fülle des Stoffes, die 
Notwendigkeit eines schnellen Überblicks und einer raschen Fehler- 
ermittlung gestatten nicht, jeden Grundbuchfall nach der Praxis 
des italienischen Systems einzeln ins Hauptbuch zu übertragen. 
Der Grundcharakter der Bankbuchhaltung ist also der 
der deutschen Buchhaltungsform mit starkgeglie- 
1) Schmalenbach schlägt in seinem Artikel: Großbankorganissation (3. 
f. h. F., V., S. 7), um einer weiteren Schematisierung und Bureautratisie- 
rung der Banktätigkeit zu entgehen, vor, das Prinzip der Gliederung der 
Bankkundschaft nach ihren spezifischen Bankbedürfnissen (Erport, Im- 
port, Großhandel, Kleinhandel, Textil, Eisen usw.) durchzuführen und so 
die Großbank gleichsam in eine Reihe von Spezialbanken aufzuteilen, 
die dadurch die Anpassungsfähigkeit der RKleinbanken an die Bedürfnisse 
wird: "eine s tt He rucsuhz ice. Luarlen: 
gl. S: ; 
?) Die sachliche und persönliche Gliederung der Grundbuchungen ist zu- 
erst von W al b theoretisch dargestellt und untersucht worden: Anlage von 
Grundbüchern und Konten in der Bankbuchhaltung. 3. f. h. F., K., 3/4.
	        
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