Full text: Die Schweiz

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Schnees zu hindern, so müssen Häuser und Ver 
kehrswege durch Schutzbauten gegen die Lawinen ge 
sichert werden. Gefährdete Straßen und Bahnstrecken 
führen durch Gallerien, über deren Dach die Lawine 
hinwegsaust. Lawinengallerien bestehen z. B. an den 
Straßen über den Gotthard, den Simplon, die Ber 
nina und an der Gotthard- und Albulabahn. 
An weniger steilen Gehängen bleibt der Schnee 
liegen; durch das Tauen und Wiedergefrieren wird 
er zum körnigen Firnschnee und unter dem Druck der 
darauf lastenden Massen zu Eis. Aus der Firn 
mulde fließt und gleitet in langsamer Bewegung ein 
Eisstrom, der Gletscher, talauswärts. Er reicht 
bis tief unter die Schneegrenze, nicht selten bis in 
den Waldgürtel hinunter und endigt da, wo die 
Wärme ebensoviel Eis abschmilzt, als nachrückt. Der 
Grindelwaldgletscher geht am tiefsten; seine Zunge 
liegt bei 1150 m. Die Fläche der Firnfelder und 
Gletscher der Schweiz wurde auf 2038 km- berech 
net, das ist fast V20 der Gesamtfläche. Wegen des 
schwankenden Gletscherstandes ändert die Zahl von 
Jahr zu Jahr. Der mächtigste Eisstrom der Alpen, 
der 25 km lange Aletschgletscher, bedeckt eine Fläche 
von 130 km^. 
Der von den Gehängen abstürzende Schutt wird 
vom Gletscher talauswärts verfrachtet; das Eis er 
scheint dadurch besonders am Gletscherende recht 
schmutzig. Am Rande des Eisstromes entstehen Schutt- 
wälle, Seitenmoränen. Wenn zwei Gletscher 
sich vereinigen, so verschmelzen die beiden innern Sei 
tenmoränen zu einer Mittelmoräne. Die meisten 
Gletscher sind aus mehreren Armen zusammengesetzt 
und tragen eine Reihe parallel verlaufender Mittel 
moränen. Was von den Gesteinsbrocken auf den fel 
sigen Untergrund gerät, wird hier als Grund- 
moräne mitgeschoben und unter dem Druck der 
Gletscher. 
Moränen.
	        
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