Full text: Weltwirtschaftsleere und Weltwirtschaft

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folgat. Das lautet doch: man muß mit dem 
geringsten Kraftaufwand die größte Leistung zu 
erzielen suchen. Die Haupt- und Zielleistung, 
für die alle anderen Leistungen nur Mittel zum 
Zweck sind, ist für sie der Gelderwerb. Steht 
nun der Arbeiter in festem Lohn, so muß er nach 
dem ökonomischen Prinzig versuchen, möglichst 
wenig zu arbeiten; natürlich so, daß es der Ar— 
heitgeber nicht merkt. Ich habe den Eindruck, daß 
diese Praxis jetzt häufiger angewendet wird als 
früher; das liegt dann an der besseren national⸗ 
zkonomischen Bildung der Arbeiter, die sich deren 
Prinzipien angeeignet haben und die Trugschlüsse 
ablehnen. 
Jede wirkliche seelenkundliche Beobachtung lehrt 
aber, daß die Freude an der eigenen Tä— 
tigkeit gradezu den Grundzug des gan— 
zen menschlichen Lebens bildet. Am rein— 
sten und stärksten zeigt sie sich, wenn die Tätigkeit 
ganz den eigenen Befähigungen und damit auch 
den eigenen Bewegungstrieben entspricht. Des— 
halb wäre die beste Volkswirtschaft die, der es 
gelänge, diesen Grundsatz am besten zur praktischen 
Geltung zu bringen. Daß die mannigfaltigen Be— 
gabungen der Menschen das möglich machen, kann 
kaum einem Zweifel unterliegen; daß es bisher 
viel zu wenig geschieht, ist auch ein Beweis da— 
für, daß wir eine eigentliche Volkswirtschaft 
noch nicht haben. 
Fehlleitung der Tätigkeiten. 
Es gibt aber noch andere ebenso zwingende Be— 
weise dafür. Wir haben grade in diesen Jahren 
eine sehr großze Wohnungsnot; es fehlen Häuser! 
Warum werden sie nicht gebaut? Fehlt es an 
Baumaterialien? Gewiß nicht; die sind reichlich 
in unserem Boden 'zu finden. Fehlt es an Arbei—
	        
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