Full text: Weltwirtschaftsleere und Weltwirtschaft

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Vollswirtschaftsleere und Volkswirtschaft. 
Wenn wir das, was man ietzt fälschlich „Volks— 
wirtschaft“ nennt, nach Adolf Wagners Schema, 
aber unter sorgfältiger Betrachtung des wirklichen 
Sachverhalts definieren wollten, so kämen wir 
zu der folgenden Fassung: 
„Volkswirtschaft“ nennt man jetzt die Summe 
der auf unablässige übervorteilung jedes Nächsten 
und Ferneren gerichteten, grundsätzlich planlosen, 
ohne jede Rücksicht auf das Gemeinwohl erfolgen— 
den Tätigkeiten aller einzelnen Angehörigen eines 
Volkes. 
Denn planvoll ist die Tätigkeit des Einzelnen 
nur für diesen Einzelnen selbst, und der Plan rich— 
tet sich ausschließlich auf Übervorteilung anderer 
Einzelner, ist also kein Volkswirtschaftsplan, der 
ja auch allgemein als utopisch abgelehnt wird, son— 
dern nur ein Einzelwirtschaftsplan, der die 
Volkswirtschaft entweder gar nichts angeht, oder 
von ihr ebenso oft als Krankheitserscheinung wie 
als lebensfördernd angesehen werden kann. 
Ja, schon seit langer Zeit überwiegen die Einzel— 
pläne als Krankheitserscheinungen; die plötzlich sich 
bildenden großen Einzelvermögen ähneln ganz ver— 
zweifelt den Geschwüren am Körper, die auch den 
gesunden Körperteilen die Nahrungsstoffe entziehn, 
sie drücken und einengen, gelegentlich sogar ab— 
sterben machen, bis sie zur Heilungsvorbereitung 
aufgehn — was in der Wirtschaft dem Bankerott 
des zusammengescharrten Vermögens entspricht — 
und auch dabei noch große Unbequemlichkeiten und 
Gefahren verursachen. 
Untersuchung der Urtriebe. Selbsterhaltungstrieb. 
Selbstverständlich hat in jeder Volkswirtschaft, 
die trotz ihres oben definierten Charakters am Le— 
ben bleibt, die Gesamtsumme der gesunden Triebe
	        
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