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Prozentsatzdes Außenhandels von 20 Staaten
1913 und 1921
1913 1921
1921
in %
v.1913
21,62 23,08 107
13,54 22,14 164
9,35 10,63 114
15,72 6,07 39
3,55 4,57 129
2,15 4,37 204
4,37 4,17 96
5,05 4,05 80
8,37 3,84 43
3,10 3,02 97
Großbritannien. .
Vereinigte Staaten
Frankreich ..
Deutschland
Kanada . .
Japan... .
Britisch Indien
Belgien...
Niederlande . .
Argentinien +.
10 weitere Länder, deren Anteil 1921
weniger als je 3 % betruz” ...
12,68 14,06 112
100.00 100.00
Die Umschichtungen innerhalb des Weltvermögens
haben auch zu starken Verschiebungen auf dem Weltkapi-
talmarkt geführt. Die Vereiniyten Staaten sind aus einem
an Europa stark verschuldeten Land der größte Gläubiger-
staat der Erde geworden, dessen Kreditsaldo gegenüber der
übrigen Welt auf 20 Milliarden Dollar geschätzt wird, d. h.
2 Milliarden mehr als dieser Saldo Englands. Einerseits ist
durch den Weltkrieg, vor allem durch die Unterzeichnung
des Versailler Friedensvertrages, die politische und ökono-
mische Verflechtung der Union mit den übrigen. Ländern
immer enger geworden, so daß die Monroedoktrin nur auf
dem Papier steht, andererseits setzt sie alles daran, um sich
durch die zunehmende zollpolitische Abschließung und die
Beschränkung der Einwanderung 3) als Autarkie zu konsoli-
dieren, Die Vereinigten Staaten würden daher denjenigen
Teil ihrer jährlichen, von Hirsch auf 6—7 Milliarden Dollar
geschätzten, Ersparnisse, den sie Jetzt ausführen, im Lande
selbst verwenden, wären sie nicht als größtes Exportland
der Welt, das 25 % des Weizens, 45% des Eisens, 50 %
der Kohle, 60 % des Erdöls und Kupfers, 70 % der Baum-
}) Commerce Reports 22. Mai 1922, S. 504. N
°) Australien, Schweiz, Dänemark, Schweden, Brasilien, Ägypten,
Neuseeland, Südafrikan. Union, Finnland. Uruguay.
3) Einwanderungsbeschränkung:
1921 40% der letzten zehn Jahre vor dem Krieg.
1924 20% ”„ »» 2» 2, »„ ” 22
Hermann A. L. Lufft, Das Einwanderungsproblem
einigten Staaten. Weltwirtschaftl. Archiv, Bd. 20. 8. 6235.